Mittwoch 17:00 Uhr - 18:30 Uhr

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Basics I: Aktionen anmelden, oder nicht!?

Referent: Boris Loheide (Attac-Aktionsunterstützer)

Politische Aktionen im öffentlichen Raum müssen nach dem Versammlungsgesetz angemeldet werden. Das gilt auch für sogenannte "Spontandemos". Wie und wann mensch das macht, was das bedeutet, wann Ihr eine Versammlung als Anmelder*in besser auflöst – und wann Ihr besser gar nicht erst anmeldet – das erfahrt Ihr in diesem Workshop. Wir freuen uns auf Eure Erfahrungen mit Anmeldungen und Nicht-Anmeldungen.

Flash- und andere Mobs

Referent: Stephan Kettner (Attac Bamberg, Ende Gelände)

Unangemeldet zusammenfinden (organisiert oder nur lose verabredet), Lärm machen, Botschaft hinterlassen - und wieder verschwinden. Der Flashmob (oder auch "Smartmob") ist eine der moderneren Protestformen. Was einen guten Mob ausmacht, das erfahrt ihr hier - inklusive einiger schöner Beispiele.

Lebensmittel retten: Containern

Referentin: Rahel (Aktionskademie, Aktivistin aus Schwäbisch-Hall)

Bis zu 30 Prozent der Lebensmittel landen auf dem Müll - die meisten schon, bevor sie den/die Endverbraucher_in überhaupt erreicht haben; ein Abgrund der Konsumgesellschaft.

Diese Lebensmittel zu retten und mit geretteten Lebensmitteln Soliküchen, Wohn- oder Flüchtlingsprojekte zu unterstützen, ist das Ziel des "Freeganismus". Eine beliebte freegane Methode der Lebensmittelrettung ist das "Containern" – das "Befreien" von Lebensmitteln aus den Mülltonnen von Supermärkten etc.

Hier erfahrt Ihr alles über die praktische Umsetzung, Tricks und Kniffe und was ihr juristisch beachten müsst.


Donnerstag 09:30-13:00 Uhr

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Basteln für Bewegung: Requisiten, Demotech, Banner, Schild

Referent_innen: XX

ACHTUNG: Dieser Workshop findet in der ein oder anderen Besetzung theoretisch zu jeder Zeit statt. Er dient zum Rein- und Rausschnuppern, sich festhämmern oder ein eigenes Projekt mit Hilfe umsetzen. Es ist Eure Kreativecke - denn irgendwas muss immer gefertigt werden, spätestens für den Aktionstag am Samstag.

Rebel Clowning

Referent*in: Janna, CIRCA-Aktivistin

Die "Rebel Clowns" oder auch Demo-Clowns haben die Clownerie von der Bühne/Manege nicht nur auf die Straße, sondern direkt in die politische Aktion gebracht - um es wieder gefährlich für die Obrigkeit zu machen.

So bekommen Clowns die soziale Funktion zurück, die sie einmal hatten: Nicht nur zu belustigen, sondern die herrschende Gesellschaftsform und ihre oft martialisch dastehenden Repräsentanten zu stören, zu kritisieren und zu verändern. In diesem intensiven Workshop entdeckt Ihr den Clown in Euch und erfahrt grundlegende Techniken und Taktiken für das Clown-Sein im Aktionszusammenhang.

Aktionsfilmen & Mobiclips: Bewegte Bilder

Referentin: Kiki (Filmerin, Aktivistin)

Ist es möglich Aktionsfilme im Voraus zu planen? Welches Equipment brauche ich?
Wie schaffe ich es, dass meine Aufnahmen später gut für den Schnitt zu verwenden sind?
Und wie mache ich daraus einen kurzen, spannenden 90sekFilm?

Der diesjährige Aktionsfilmworkshop wird euch in die Idee vom „Backpack-Documentary-Making“ einführen:
kurze Dokumentar-/Aktionsfilme, quasi aus dem Rucksack heraus – denn mehr brauchen wir heutzutage für eine gute Dokumentation nicht.

Dafür gibt es „Best Pactices“ zu Pre-Production (Produktionsplanung / Storytelling / Equipment), Produktion (Funktionen von Handy/ Camcorder/ Video-DSLR, Aufnahmetechnik, Komposition, Ton)
sowie Postproduktion (Schnitt / Musik/ Skript/ Narration/ Rechtliches).

Nach den verschiedenen Theorieteilen geht es jeweils in die Praxis, denn Filmen ist ein echtes Handwerk und muss einfach geübt werden – auch damit wir wissen wie wir unsere kreativen Ideen am besten in bewegte Bilder umsetzen.
Je nach Lust und Zeit filmen und schneiden wir die Aktion am Samstag gemeinsam!

Von der Aktion zur Strategie & zurück: Wie plant mensch Weltveränderung?

Referent_in: Marc Amann (Hrsg. von "Go.Stop.Act", Teamer bei CAMPUS)

** Eine Teilnahme an allen drei Vormittagen ist erwünscht. **

Meist reichen einzelne Aktionen nicht aus, um politische Veränderung zu erreichen. Daher sind Strategien, die klären, wie, wo, wann und von wem welche Aktionen eingesetzt werden, so wichtig.

Der Workshop beginnt mit der Frage, welche Idee von sozialem Wandel wir eigentlich jeweils im Kopf haben und welches (Selbst-)Verständnis uns in unserem Aktivismus leitet.

Davon ausgehend lassen wir uns anregen von theoretischen Modellen und beispielhaften Kampagnen, Soziale Bewegungen und deren Strategien: Von der Unabhängigkeitsbewegung in Indien über die Bürgerrechtsbewegung in den USA, Anti-Atom-, Anti-Gentechnik, globalisierungskritische Bewegungund andere.

Damit gelangen wir an Handwerkszeug für die Entwicklung und Planung strategischen Handelns für unsere jeweiligen eigenen Themen und Bereiche, in den wir aktiv sind.

Sambatrommeln: Renitente Rhythmen

Referent*innen: Aktive von Rhythm of Resistance (RoR)

Ob um „Latsch-Demos“ aufzupeppen, kreative Aktionen zu unterstützen oder direkte Aktionen und Blockaden zu gestalten, ob um Spaß am Widerstand zu haben oder ob bewusst Rigidem und Repressivem mit Hüftschwung und Power etwas entgegenzusetzen: Samba-Trommeln ist vielseitig einsetzbar!

In dem Kurs lernt ihr die Grundzüge kennen und werdet am Ende selbstständig zwei bis drei Rhythmen spielen können. Ziel ist die Teilnahme am Aktionstag am Samstag.

Der Kurs ist ein guter Einstieg, um sich auf z. B. auf Protestcamps zu spontanen Samba-Gruppen zusammen zu finden oder sogar vor Ort eine eigene Gruppe zu gründen und weiterzulernen.


Frage gestellt von:
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Referent_in: Rolf Läpple (Attac Schwäbisch-Hall) in Zusammenarbeit mit "Aufstehen gegen Rassismus"

Der völkische Mob und seine Nazi-Unterstützer erobern viele Stammtische. Dagegen tun wir etwas. Wir trainieren unsere Nerven und Argumente gegen die Vollpfosten am reaktionären Ende der Republik – und dann aber... - Stopp: Damit gehen wir auf deren Niveau. Besser: Argumentationstraining gegen Stammtischparolen Ein Argumentationstraining ist eine Art Werkstatt, ein Labor, eine offene Lernsituation. Wir lernen durch das gemeinsame Üben und die spielerische Auseinandersetzung mit der Realität. Hier bekommt mensch auch – aber keineswegs nur – Wissen geliefert... Wir überprüfen politische Erklärungen, Argumente, Schlagwörter und Parolen auf ihre emotionale Basis, Wirkung und sachliche Angemessenheit und erproben eventuelle Gegenstrategien. - Und Spaß macht's auch noch.


Ansprechpartner: Rolf Läpple (Attac Schwäbisch-Hall, Läpple-Kommunikation) (http://laepple-kommunikation.de/)
Politisches Straßentheater

Referent_innen: Aktionstheater Berlin

Das Aktionstheater Berlin möchte gerne gemeinsam mit euch erproben, wie ihr mit euren Aktionen einen Dialog herstellt zwischen Aktivist*Innen und den "Zuschauenden".

Hierfür stellen wir euch die Techniken des Theaters der Unterdrückten vor, welches ein Mittel ist, um Unterdrückung sichtbar zu machen. Wir spielen Situationen durch, die sich um Unterdrückung drehen und erproben den Weg heraus zu mehr Selbstwirksamkeit. Ziel des Theaters der Unterdrückten ist, dass Zuschauer*innen direkt in das Geschehen eingreifen. Eine Konfliktsituation wird vorgestellt und zusammen eine Lösung herausgearbeitet. Wir stellen euch das Forumtheater vor und auch das unsichtbare Theater.

Unsichtbares Theater:  Umstehende werden zu Zuschauer*nnen – ohne es zu wissen. Die Bühne ist der Ort des Geschehens. So wird eine Diskussion angestossen und die Zuschauer*innen im optimalfall zu Zu-Schauspielenden.


Donnerstag 14:30-16:00 Uhr

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Basteln für Bewegung: Requisiten, Demotech, Banner, Schild

Referent_innen: XX

ACHTUNG: Dieser Workshop findet in der ein oder anderen Besetzung theoretisch zu jeder Zeit statt. Er dient zum Rein- und Rausschnuppern, sich festhämmern oder ein eigenes Projekt mit Hilfe umsetzen. Es ist Eure Kreativecke - denn irgendwas muss immer gefertigt werden, spätestens für den Aktionstag am Samstag.

Basics II: Facebook, Twitter & Co.

Referent/in: Judith Amler (Attac KoKreis)

Mensch kann sie hassen - aber sich aus den Sozialen Medien rauszuhalten bedeutet, einen großen Teil der Menschen schlicht zu ignorieren. Denn die Bedeutung klassischer Nachrichtenkanäle und der üblichen Agitations- bzw. Mobilisierungsformen (Flugblätter, Plakate...) nimmt ab.

In diesem Workshop lernen wir die Grundlagen des Web 2.0, wie man eine Facebookseite oder Twitterkanal aufbaut und die einzelnen "Werkzeuge" dabei nutzt.

Skills for EndeGelände: Aktionstraining für zivilen Ungehorsam

Referent_innen: XX (Ende Gelände)

Keine Aktion des zivilen Ungehorsams ohne Vorbereitung! - Im Aktionstraining geht es um alles, was Teilnehmer_innen von Aktionen wie "Ende Gelände", Straßenblockaden etc. benötigen könnten und worauf sie vorbereitet sein sollten: Persönliche Motivation, Bezugsgruppen bilden, Entscheidungsfindung, Blockadetechniken, Umgang mit Ängsten/Sorgen/Aggressionen und der Polizeim, rechtliche Fragen...

Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf den Aktionen von EndeGelände - der Kampagne gegen Kohlekraft und Klimawandel.

Bitte kommt zu BEIDEN Nachmittagsblöcken. Hier geht's auch und viel um Gruppendynamik.

Aktionen gekonnt planen

Referent: Marc Amann, Herausgeber von "Go.Stop.Act!"

Die beiden Teile bauen aufeinander auf.

Für flüchtige BeobachterInnen sehen gelungene Aktionen spielerisch-leicht aus, sie informieren, erstaunen, bringen zum Lachen, zum Nachdenken oder sie gehen echt unter die Haut. Sie machen sehr oft auch den Beteiligten viel Spaß.

Davor steht aber eine ganze Menge kluger Überlegungen: Wie kommen wir vom politischen Problem zur passenden Aktionsidee? Welche Ziele hat unser Handeln und wie kann eine Aktion zu deren Erreichen wirklich
beitragen? Und wie genau setzen wir das dann um, an was muss alles gedacht werden?

Schnupperklettern & Freies Klettern

Referent*innen: Aktionskletteraktivist*innen

Das Angebot findet Donnerstag und Freitag den gesamten Nachmittag statt – inklusive der Kaffeepause. :-)

Banner an unzugänglichen Stellen anbringen, Bäume besetzen, um sie vor der Abholzung zu bewahren oder Transportwege z.B. von Atomtransporten blockieren - Klettern ist für effektive Aktionen nutzbar.

Beim Schnupper-Aktions-Klettern könnt ihr gesichert an einem Seil in einen Baum klettern, über eine Seilbrücke in einen anderen Baum wechseln und euch von diesem abseilen. Alles geschieht mit Hilfe von Klettergurten, Seilen, Karabinern und Schlingen und unter Anleitung und Aufsicht von Aktionskletter*innen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Ziel des Workshops ist nicht der Erwerb von Kletterkompetenz, sondern Spaß zu haben und einschätzen zu können, ob mensch anschließend zu einem 5-tägigen Aktionskletterkurs für Anfänger*innen eingeladen werden möchte. Es liegt eine Liste aus, in die Interessent*innen ihre e-Mail-Adresse eintragen können.

Zum Schnupper-Aktions-Klettern müsst ihr nicht pünktlich erscheinen. Kommt einfach irgendwann während der Workshopphasen zu den Bäumen, in denen wir klettern und sprecht uns an.

Menschen, die bereits einen Aktionskletterkurs absolviert haben, können im Rahmen der Aktionsakademie gemeinsam frei üben und – falls der Wunsch besteht –  eine kleine Kletteraktion für den Aktionstag planen und durchführen.

 

 

 

Adbusting: Werbung jagen, Botschaften neu gestalten

Referent_in: Der Werbung-Jäger (Aktionsakademie)

Die Welt ist voll von nerviger Werbung und fiesen Botschaften noch fieserer Konzerne. Eine weltweite Bewegung versucht diesem Overkill entgegenzuwirken und die kommerziellen Botschaften sinnvoll "umzugestalten" - oder auch mal ganz eigene Botschaften "formatfgerecht" zu entwickeln.

Wie kannst du durch kleine aber feine Veränderungen der Werbung eine neue Bedeutung verleihen oder sie sogar komplett umkehren? Im Praxisteil machst Du es!


Ansprechpartner: Der Werbung-Jäger (Aktionsakademie)

Donnerstag 16:30-18:00 Uhr

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Aktiv in der "Pampa" - Wie denn?

Referentin: Rahel (Aktivistin aus Schwäbisch-Hall)

Bei der alten Sozialdemokratie und den Kommunisten hieß das "Landagitation" und hat theoretische Denker schwer beschäftigt. Auch heute stellt sich so manchem/er Aktiven in ländlichen Regionen die Frage: Wie geht politisches Engagement hier?

Folgenden Fragen werdet Ihr in diesem Workshop nachgehen:

* Warum (und wie) müssen wir zwischen städtischem und ländlichem Aktivismus differenzieren?

* Welche spezifischen Auswirkungen hat der Kapitalismus auf die ländliche Region und ihre Bewohner*innen?

* Und: Welche Aktionsformen sind für Aktivismus auf dem Land gut geeignet – und welche gehen gar nicht?

Skills for EndeGelände: Aktionstraining für zivilen Ungehorsam

Referent_innen: XX (Ende Gelände)

Keine Aktion des zivilen Ungehorsams ohne Vorbereitung! - Im Aktionstraining geht es um alles, was Teilnehmer_innen von Aktionen wie "Ende Gelände", Straßenblockaden etc. benötigen könnten und worauf sie vorbereitet sein sollten: Persönliche Motivation, Bezugsgruppen bilden, Entscheidungsfindung, Blockadetechniken, Umgang mit Ängsten/Sorgen/Aggressionen und der Polizeim, rechtliche Fragen...

Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf den Aktionen von EndeGelände - der Kampagne gegen Kohlekraft und Klimawandel.

Bitte kommt zu BEIDEN Nachmittagsblöcken. Hier geht's auch und viel um Gruppendynamik.

Aktionen gekonnt planen

Referent: Marc Amann, Herausgeber von "Go.Stop.Act!"

Die beiden Teile bauen aufeinander auf.

Für flüchtige BeobachterInnen sehen gelungene Aktionen spielerisch-leicht aus, sie informieren, erstaunen, bringen zum Lachen, zum Nachdenken oder sie gehen echt unter die Haut. Sie machen sehr oft auch den Beteiligten viel Spaß.

Davor steht aber eine ganze Menge kluger Überlegungen: Wie kommen wir vom politischen Problem zur passenden Aktionsidee? Welche Ziele hat unser Handeln und wie kann eine Aktion zu deren Erreichen wirklich
beitragen? Und wie genau setzen wir das dann um, an was muss alles gedacht werden?

Basics III: Banner, Schilder, Masken

Referent*innen: XXX

Ein paar Standards haben sich bei Protesten einfach durchgesetzt. Das traditionelle Banner sorgt für Aufmerksamkeit auf größere Entfernung, das gemeine Demoschild wirkt individuell genauso wie als wiederkehrendes Kampagnenelement und eine Maske mit Politiker*innengesicht, Promiface oder Bankiervisage freut Publikum und Fotograf*innen. Halbwegs schnell gemacht ist all das außerdem.

Hier erfahrt Ihr alles über die Grundlagen der Gestaltung und benötigte Materialien und kleine Kniffe bei der Produktion.


Ansprechpartner:
Schnupperklettern & Freies Klettern

Referent*innen: Aktionskletteraktivist*innen

Das Angebot findet Donnerstag und Freitag den gesamten Nachmittag statt – inklusive der Kaffeepause. :-)

Banner an unzugänglichen Stellen anbringen, Bäume besetzen, um sie vor der Abholzung zu bewahren oder Transportwege z.B. von Atomtransporten blockieren - Klettern ist für effektive Aktionen nutzbar.

Beim Schnupper-Aktions-Klettern könnt ihr gesichert an einem Seil in einen Baum klettern, über eine Seilbrücke in einen anderen Baum wechseln und euch von diesem abseilen. Alles geschieht mit Hilfe von Klettergurten, Seilen, Karabinern und Schlingen und unter Anleitung und Aufsicht von Aktionskletter*innen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Ziel des Workshops ist nicht der Erwerb von Kletterkompetenz, sondern Spaß zu haben und einschätzen zu können, ob mensch anschließend zu einem 5-tägigen Aktionskletterkurs für Anfänger*innen eingeladen werden möchte. Es liegt eine Liste aus, in die Interessent*innen ihre e-Mail-Adresse eintragen können.

Zum Schnupper-Aktions-Klettern müsst ihr nicht pünktlich erscheinen. Kommt einfach irgendwann während der Workshopphasen zu den Bäumen, in denen wir klettern und sprecht uns an.

Menschen, die bereits einen Aktionskletterkurs absolviert haben, können im Rahmen der Aktionsakademie gemeinsam frei üben und – falls der Wunsch besteht –  eine kleine Kletteraktion für den Aktionstag planen und durchführen.

 

 

 

Adbusting: Werbung jagen, Botschaften neu gestalten

Referent_in: Der Werbung-Jäger (Aktionsakademie)

Die Welt ist voll von nerviger Werbung und fiesen Botschaften noch fieserer Konzerne. Eine weltweite Bewegung versucht diesem Overkill entgegenzuwirken und die kommerziellen Botschaften sinnvoll "umzugestalten" - oder auch mal ganz eigene Botschaften "formatfgerecht" zu entwickeln.

Wie kannst du durch kleine aber feine Veränderungen der Werbung eine neue Bedeutung verleihen oder sie sogar komplett umkehren? Im Praxisteil machst Du es!


Ansprechpartner: Der Werbung-Jäger (Aktionsakademie)

Freitag 09:30-13:00 Uhr

/

Basteln für Bewegung: Requisiten, Demotech, Banner, Schild

Referent_innen: XX

ACHTUNG: Dieser Workshop findet in der ein oder anderen Besetzung theoretisch zu jeder Zeit statt. Er dient zum Rein- und Rausschnuppern, sich festhämmern oder ein eigenes Projekt mit Hilfe umsetzen. Es ist Eure Kreativecke - denn irgendwas muss immer gefertigt werden, spätestens für den Aktionstag am Samstag.

Rebel Clowning

Referent*in: Janna, CIRCA-Aktivistin

Die "Rebel Clowns" oder auch Demo-Clowns haben die Clownerie von der Bühne/Manege nicht nur auf die Straße, sondern direkt in die politische Aktion gebracht - um es wieder gefährlich für die Obrigkeit zu machen.

So bekommen Clowns die soziale Funktion zurück, die sie einmal hatten: Nicht nur zu belustigen, sondern die herrschende Gesellschaftsform und ihre oft martialisch dastehenden Repräsentanten zu stören, zu kritisieren und zu verändern. In diesem intensiven Workshop entdeckt Ihr den Clown in Euch und erfahrt grundlegende Techniken und Taktiken für das Clown-Sein im Aktionszusammenhang.

Aktionsfilmen & Mobiclips: Bewegte Bilder

Referentin: Kiki (Filmerin, Aktivistin)

Ist es möglich Aktionsfilme im Voraus zu planen? Welches Equipment brauche ich?
Wie schaffe ich es, dass meine Aufnahmen später gut für den Schnitt zu verwenden sind?
Und wie mache ich daraus einen kurzen, spannenden 90sekFilm?

Der diesjährige Aktionsfilmworkshop wird euch in die Idee vom „Backpack-Documentary-Making“ einführen:
kurze Dokumentar-/Aktionsfilme, quasi aus dem Rucksack heraus – denn mehr brauchen wir heutzutage für eine gute Dokumentation nicht.

Dafür gibt es „Best Pactices“ zu Pre-Production (Produktionsplanung / Storytelling / Equipment), Produktion (Funktionen von Handy/ Camcorder/ Video-DSLR, Aufnahmetechnik, Komposition, Ton)
sowie Postproduktion (Schnitt / Musik/ Skript/ Narration/ Rechtliches).

Nach den verschiedenen Theorieteilen geht es jeweils in die Praxis, denn Filmen ist ein echtes Handwerk und muss einfach geübt werden – auch damit wir wissen wie wir unsere kreativen Ideen am besten in bewegte Bilder umsetzen.
Je nach Lust und Zeit filmen und schneiden wir die Aktion am Samstag gemeinsam!

Von der Aktion zur Strategie & zurück: Wie plant mensch Weltveränderung?

Referent_in: Marc Amann (Hrsg. von "Go.Stop.Act", Teamer bei CAMPUS)

** Eine Teilnahme an allen drei Vormittagen ist erwünscht. **

Meist reichen einzelne Aktionen nicht aus, um politische Veränderung zu erreichen. Daher sind Strategien, die klären, wie, wo, wann und von wem welche Aktionen eingesetzt werden, so wichtig.

Der Workshop beginnt mit der Frage, welche Idee von sozialem Wandel wir eigentlich jeweils im Kopf haben und welches (Selbst-)Verständnis uns in unserem Aktivismus leitet.

Davon ausgehend lassen wir uns anregen von theoretischen Modellen und beispielhaften Kampagnen, Soziale Bewegungen und deren Strategien: Von der Unabhängigkeitsbewegung in Indien über die Bürgerrechtsbewegung in den USA, Anti-Atom-, Anti-Gentechnik, globalisierungskritische Bewegungund andere.

Damit gelangen wir an Handwerkszeug für die Entwicklung und Planung strategischen Handelns für unsere jeweiligen eigenen Themen und Bereiche, in den wir aktiv sind.

Sambatrommeln: Renitente Rhythmen

Referent*innen: Aktive von Rhythm of Resistance (RoR)

Ob um „Latsch-Demos“ aufzupeppen, kreative Aktionen zu unterstützen oder direkte Aktionen und Blockaden zu gestalten, ob um Spaß am Widerstand zu haben oder ob bewusst Rigidem und Repressivem mit Hüftschwung und Power etwas entgegenzusetzen: Samba-Trommeln ist vielseitig einsetzbar!

In dem Kurs lernt ihr die Grundzüge kennen und werdet am Ende selbstständig zwei bis drei Rhythmen spielen können. Ziel ist die Teilnahme am Aktionstag am Samstag.

Der Kurs ist ein guter Einstieg, um sich auf z. B. auf Protestcamps zu spontanen Samba-Gruppen zusammen zu finden oder sogar vor Ort eine eigene Gruppe zu gründen und weiterzulernen.


Frage gestellt von:
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Referent_in: Rolf Läpple (Attac Schwäbisch-Hall) in Zusammenarbeit mit "Aufstehen gegen Rassismus"

Der völkische Mob und seine Nazi-Unterstützer erobern viele Stammtische. Dagegen tun wir etwas. Wir trainieren unsere Nerven und Argumente gegen die Vollpfosten am reaktionären Ende der Republik – und dann aber... - Stopp: Damit gehen wir auf deren Niveau. Besser: Argumentationstraining gegen Stammtischparolen Ein Argumentationstraining ist eine Art Werkstatt, ein Labor, eine offene Lernsituation. Wir lernen durch das gemeinsame Üben und die spielerische Auseinandersetzung mit der Realität. Hier bekommt mensch auch – aber keineswegs nur – Wissen geliefert... Wir überprüfen politische Erklärungen, Argumente, Schlagwörter und Parolen auf ihre emotionale Basis, Wirkung und sachliche Angemessenheit und erproben eventuelle Gegenstrategien. - Und Spaß macht's auch noch.


Ansprechpartner: Rolf Läpple (Attac Schwäbisch-Hall, Läpple-Kommunikation) (http://laepple-kommunikation.de/)
Politisches Straßentheater

Referent_innen: Aktionstheater Berlin

Das Aktionstheater Berlin möchte gerne gemeinsam mit euch erproben, wie ihr mit euren Aktionen einen Dialog herstellt zwischen Aktivist*Innen und den "Zuschauenden".

Hierfür stellen wir euch die Techniken des Theaters der Unterdrückten vor, welches ein Mittel ist, um Unterdrückung sichtbar zu machen. Wir spielen Situationen durch, die sich um Unterdrückung drehen und erproben den Weg heraus zu mehr Selbstwirksamkeit. Ziel des Theaters der Unterdrückten ist, dass Zuschauer*innen direkt in das Geschehen eingreifen. Eine Konfliktsituation wird vorgestellt und zusammen eine Lösung herausgearbeitet. Wir stellen euch das Forumtheater vor und auch das unsichtbare Theater.

Unsichtbares Theater:  Umstehende werden zu Zuschauer*nnen – ohne es zu wissen. Die Bühne ist der Ort des Geschehens. So wird eine Diskussion angestossen und die Zuschauer*innen im optimalfall zu Zu-Schauspielenden.


Freitag 14:30-16:00 Uhr

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Exkursion: Das Grandhotel Cosmopolis

Referent/Begleitung: Marc Amann

Die Exkursion dauert von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr. Es wird nur eine Führung angeboten.

Das Grandhotel Cosmopolis in einem ehemaligen Altenheim in der Augsburger Altstadt ist ein Modellprojekt „für die Anerkennung einer kosmopolitischen Wirklichkeit in unserer Gesellschaft“.

Es wurde als Kunstprojekt einer „Sozialen Plastik“ (vgl. Joseph Beuys) begonnen und bietet nun vielfältige Lebens- und Freiräume:

  • für 65 Menschen, die als Asylbewerber*innen bezeichnet und der integrierten Flüchtlingsunterkunft von der Landesregierung zugeteilt werden,
  • für Gäste in 16 von Expert*innen individuell gestalteten Hotel-und Hostelzimmern,
  • für die Zusammenarbeit in offenen Lernwerkstätten und interdisziplinär genutzten Ateliers,
  • als Bühne für das Zusammenspiel aller künstlerischen Ausdrucksformenm,
  • als interkultureller Treffpunkt in der Café-Bar,
  • als kosmopolitisch organisierter Küchenbetrieb mit wachsendem Formatkatalog und als Lobby für Reisende aller Art.

Ihr bekommt eine offizielle Führung.

Seid "Transformers": Action für den Umbau

Referent: Tobi Rosswog ("After Work")

"Sei ein*e Transformer*in: Aktionen für die sozial-ökologische Transformation

Wenn wir den Kapitalismus fragen, wie wir denn alleine etwas ändern können, gibt er uns zwei Lösungen:

a) Kaufe bio, fair und vegan, damit entscheidest Du an der Ladentheke über den Wande.

b) Wähle anständig, gehe arbeiten, zahle Steuern, damit bist Du ein/e gute/r Bürger*in wirst.

Das reduziert uns sehr auf eine konsumistische Rolle, die nur wählen kann was mit ihr passiert, aber nicht wirklich wie und was ganz genau. Dieser Workshop will dem transformatorischen Potential des Subjekts Raum geben und dazu einladen, kollektiv andere Wege zu gehen und Alternativen aufzubauen."

Kreativität für die Bewegung

Referenten: Giovanni (Attac AG-Aktion), Bernd Liefke (Attac Hamburg)

Wie oft saßen wir schon als Gruppe zusammen und wollten eine kreative Aktion planen. Aber auf Knopfdruck wollte es nicht so recht klappen. Was kann mensch da nur tun?

In dem Workshop wollen wir ein paar Kreativmethoden vorstellen, ausprobieren und von Best-Practise-Beispielen lernen. Damit das Brainstorming tatsächlich ein Brainstorming ist und es auch sonst kreativer in der Bewegung wird.

 

Verschlüsselt mailen und messagen

Referent: Thomas (Attac Mainz)

Per Mail verschlüsselt kommunizieren ist eine Aufgabe, die über kurz oder lang auf jede/n Aktivist*in zukommt, der/die sich wahlweise mit dem Anmalen von Apple-Schaufenstern, dem Blockieren von Nazis oder Kohlegruben oder auch dem Adbusting in Gruppenstärke beschäftigt. Es wäre halt blöd, wenn die Ordungskräfte oder der politische Gegner schon im Vorfeld wüsste, was mensch so vorhat.

Dazu kommt noch das simple Thema Privatspäre – und zwar nicht nur Deine, sondern auch die Deines/er Gesprächspartner*in.

D.h.: Mails verschlüsseln gehört einfach dazu. Und eine Alternative zu WhatsApp eigentlich auch. Hier erfahrt Ihr wie's geht.

Schaf im Wolfspelz: Kommunikationsguerilla

Referent: Jörg Bergstedt (Projektwerkstatt Saasen)

Diese Welt ist durchzogen von Codes, Labeln, Moden und Autorität. Ob Lieschen Müller etwas sagt oder "der Vorsitzender der SPD X-Stadt", der "Präsident von und zu" oder der "Direktor der blablabla", ist ein Unterschied.

Da hilft Subversion - quasi die japanische Kampfkunst in der politischer Aktion. Wir nutzen die Potenz des Gegners für unsere Ideen: Verdeckt als Straßentheater agieren, in einer Veranstaltung jubeln statt zu protestieren, per offiziellem Schreiben die Positionen zu Law and Order, Wirtschaftsorientierung oder Aufrüstung erschüttern, den Nulltarif einführen oder Plakate unauffällig verändern, dass die Aussage verdreht wird. Über all diese unendlichen Tricks, technische Möglichkeiten und rechtliche Fragen soll der Workshops informieren.


Ansprechpartner: Jörg Bergstedt (Projektverwerkstatt Saasen)
Schnupperklettern & Freies Klettern

Referent*innen: Aktionskletteraktivist*innen

Das Angebot findet Donnerstag und Freitag den gesamten Nachmittag statt – inklusive der Kaffeepause. :-)

Banner an unzugänglichen Stellen anbringen, Bäume besetzen, um sie vor der Abholzung zu bewahren oder Transportwege z.B. von Atomtransporten blockieren - Klettern ist für effektive Aktionen nutzbar.

Beim Schnupper-Aktions-Klettern könnt ihr gesichert an einem Seil in einen Baum klettern, über eine Seilbrücke in einen anderen Baum wechseln und euch von diesem abseilen. Alles geschieht mit Hilfe von Klettergurten, Seilen, Karabinern und Schlingen und unter Anleitung und Aufsicht von Aktionskletter*innen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Ziel des Workshops ist nicht der Erwerb von Kletterkompetenz, sondern Spaß zu haben und einschätzen zu können, ob mensch anschließend zu einem 5-tägigen Aktionskletterkurs für Anfänger*innen eingeladen werden möchte. Es liegt eine Liste aus, in die Interessent*innen ihre e-Mail-Adresse eintragen können.

Zum Schnupper-Aktions-Klettern müsst ihr nicht pünktlich erscheinen. Kommt einfach irgendwann während der Workshopphasen zu den Bäumen, in denen wir klettern und sprecht uns an.

Menschen, die bereits einen Aktionskletterkurs absolviert haben, können im Rahmen der Aktionsakademie gemeinsam frei üben und – falls der Wunsch besteht –  eine kleine Kletteraktion für den Aktionstag planen und durchführen.

 

 

 


Freitag 16:30-18:00 Uhr

/

Exkursion: Das Grandhotel Cosmopolis

Referent/Begleitung: Marc Amann

Die Exkursion dauert von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr. Es wird nur eine Führung angeboten.

Das Grandhotel Cosmopolis in einem ehemaligen Altenheim in der Augsburger Altstadt ist ein Modellprojekt „für die Anerkennung einer kosmopolitischen Wirklichkeit in unserer Gesellschaft“.

Es wurde als Kunstprojekt einer „Sozialen Plastik“ (vgl. Joseph Beuys) begonnen und bietet nun vielfältige Lebens- und Freiräume:

  • für 65 Menschen, die als Asylbewerber*innen bezeichnet und der integrierten Flüchtlingsunterkunft von der Landesregierung zugeteilt werden,
  • für Gäste in 16 von Expert*innen individuell gestalteten Hotel-und Hostelzimmern,
  • für die Zusammenarbeit in offenen Lernwerkstätten und interdisziplinär genutzten Ateliers,
  • als Bühne für das Zusammenspiel aller künstlerischen Ausdrucksformenm,
  • als interkultureller Treffpunkt in der Café-Bar,
  • als kosmopolitisch organisierter Küchenbetrieb mit wachsendem Formatkatalog und als Lobby für Reisende aller Art.

Ihr bekommt eine offizielle Führung.

Onlineaktivismus gegen Sexismus

Referent_innen: Gender Equality Media e.V.

Medien haben ein Sexismusproblem. Aber was ist eigentlich so problematisch an der Geschlechterdarstellung in den Medien und wie wirkt sich das auf unsere Gesellschaft aus? Gender Equality Media e.V. (GEM) gibt Einblicke in die eigene Kampagnenarbeit gegen medialen Sexismus.

In dem Workshop geht es aber auch um Vernetzung und ganz praktische Dinge: Wie wie organisiere ich mich mit anderen Menschen auf SocialMedia und plane Kampagnen oder Aktionen? Außerdem gibt GEM hilfreiche Tipps und Einblicke in die Arbeit mit Tools, die eine große Unterstützung im Campaigning sein können.

Basteln für Bewegung: Requisiten, Demotech, Banner, Schild

Referent_innen: XX

ACHTUNG: Dieser Workshop findet in der ein oder anderen Besetzung theoretisch zu jeder Zeit statt. Er dient zum Rein- und Rausschnuppern, sich festhämmern oder ein eigenes Projekt mit Hilfe umsetzen. Es ist Eure Kreativecke - denn irgendwas muss immer gefertigt werden, spätestens für den Aktionstag am Samstag.

Subversiv künstlerisch: Politische Streetart

Referent: Johannes

Ist es Street-Art, Graffiti, Vandalismus, Kunst... oder kann das weg?
     
In diesem Workshop gehen wir gemeinsam diesen Fragen nach:

  • Welche Formen der Street-Art gibt es überhaupt?
  • Wie können wir den öffentlichen Raum als unsere Projektionsfläche für politische Botschaften nutzen?
  • Inwiefern taugt Street-Art, um sich politisch Gehör zu verschaffen?
Basics IV: Protest LAUT!

Referentin: Carolin Mauritz

Auf der Demo mal wieder nur gelatscht und nichts gerufen? – Die AfD spricht in deiner Stadt, Uni, Kirche... und kein Protest mit Transpis etc. möglich (oder vorbereitet). – Du bist richtig wütend, scheinst aber nur eine Piepsstimme zu haben, die ja megapeinlich klingt?

We don‘t care. Jetzt wird‘s LAUT. Wir wollen unsere Stimmen laut und kraftvoll und kämpferisch erklingen lassen – mit ein bisschen Schulung und Verstand, damit das richtig gut wird.

Inhalte:

  • Demosprüche zu unterschiedlichen Situationen (Bildung, Klima, Nazis, Wohnen, Queer/Patriarchat, Nonsens – was euch einfällt) sammeln – und natürlich ÜBEN
  • Stimmübungen, stimmschonende Techniken
  • Chorisches Sprechen
  • Erfahrungsaustausch: Wie laut kann ich sein und was für ein Gefühl gibt mir das? Welche (einfachen) Hilfsmittel helfen mir? Was können Megafon und Anlage, was meine Stimme und eine Flüstertüte?
  • Erfahrungsaustausch: Kollektiv die Stimme(n) erheben – wie wirkt das auf Beobachter*innen und Teilnehmende.
  • Diskussion: Wann soll/darf/kann/muss ich still sein ?

Ganz explizit sind in diesen Workshop Frauen* und Menschen mit Chorerfahrung eingeladen.

Schnupperklettern & Freies Klettern

Referent*innen: Aktionskletteraktivist*innen

Das Angebot findet Donnerstag und Freitag den gesamten Nachmittag statt – inklusive der Kaffeepause. :-)

Banner an unzugänglichen Stellen anbringen, Bäume besetzen, um sie vor der Abholzung zu bewahren oder Transportwege z.B. von Atomtransporten blockieren - Klettern ist für effektive Aktionen nutzbar.

Beim Schnupper-Aktions-Klettern könnt ihr gesichert an einem Seil in einen Baum klettern, über eine Seilbrücke in einen anderen Baum wechseln und euch von diesem abseilen. Alles geschieht mit Hilfe von Klettergurten, Seilen, Karabinern und Schlingen und unter Anleitung und Aufsicht von Aktionskletter*innen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Ziel des Workshops ist nicht der Erwerb von Kletterkompetenz, sondern Spaß zu haben und einschätzen zu können, ob mensch anschließend zu einem 5-tägigen Aktionskletterkurs für Anfänger*innen eingeladen werden möchte. Es liegt eine Liste aus, in die Interessent*innen ihre e-Mail-Adresse eintragen können.

Zum Schnupper-Aktions-Klettern müsst ihr nicht pünktlich erscheinen. Kommt einfach irgendwann während der Workshopphasen zu den Bäumen, in denen wir klettern und sprecht uns an.

Menschen, die bereits einen Aktionskletterkurs absolviert haben, können im Rahmen der Aktionsakademie gemeinsam frei üben und – falls der Wunsch besteht –  eine kleine Kletteraktion für den Aktionstag planen und durchführen.

 

 

 

Den Spieß umdrehen: Subversiver Rechtsgebrauch

Referent_in: Jörg Bergstedt (Projektwerkstatt)

Gesetze sind Spielregeln, die in der Vergangenheit festgelegt wurden – und zwar nach den Interessen derer, die dort gerade die Macht zur Rechtsetzung innehatten. Das ist für politischen Protest meist nicht gut. Doch die Formulierungen lassen Lücken, oder sich mitunter sogar in ihr Gegenteil verdrehen.

Wie sich per Demorecht das Polizeirecht aushebeln, mit einfachen Tricks Strafen für Hausfriedensbruch oder Schwarzfahren vermeiden lassen und welche Möglichkeiten die Straßenverkehrsordnung bietet, um den Verkehr lahmzulegen – das und noch einiges mehr wird der Workshop zeigen. Und gerne können wir das auf die Aktionen anzuwenden versuchen, die Ihr in nächster Zeit so machen wollt.


Ansprechpartner: Jörg Bergstedt (Projektverwerkstatt Saasen)

Samstag 09:30-13:00 Uhr

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Rebel Clowning

Referent*in: Janna, CIRCA-Aktivistin

Die "Rebel Clowns" oder auch Demo-Clowns haben die Clownerie von der Bühne/Manege nicht nur auf die Straße, sondern direkt in die politische Aktion gebracht - um es wieder gefährlich für die Obrigkeit zu machen.

So bekommen Clowns die soziale Funktion zurück, die sie einmal hatten: Nicht nur zu belustigen, sondern die herrschende Gesellschaftsform und ihre oft martialisch dastehenden Repräsentanten zu stören, zu kritisieren und zu verändern. In diesem intensiven Workshop entdeckt Ihr den Clown in Euch und erfahrt grundlegende Techniken und Taktiken für das Clown-Sein im Aktionszusammenhang.

Aktionsfilmen & Mobiclips: Bewegte Bilder

Referentin: Kiki (Filmerin, Aktivistin)

Ist es möglich Aktionsfilme im Voraus zu planen? Welches Equipment brauche ich?
Wie schaffe ich es, dass meine Aufnahmen später gut für den Schnitt zu verwenden sind?
Und wie mache ich daraus einen kurzen, spannenden 90sekFilm?

Der diesjährige Aktionsfilmworkshop wird euch in die Idee vom „Backpack-Documentary-Making“ einführen:
kurze Dokumentar-/Aktionsfilme, quasi aus dem Rucksack heraus – denn mehr brauchen wir heutzutage für eine gute Dokumentation nicht.

Dafür gibt es „Best Pactices“ zu Pre-Production (Produktionsplanung / Storytelling / Equipment), Produktion (Funktionen von Handy/ Camcorder/ Video-DSLR, Aufnahmetechnik, Komposition, Ton)
sowie Postproduktion (Schnitt / Musik/ Skript/ Narration/ Rechtliches).

Nach den verschiedenen Theorieteilen geht es jeweils in die Praxis, denn Filmen ist ein echtes Handwerk und muss einfach geübt werden – auch damit wir wissen wie wir unsere kreativen Ideen am besten in bewegte Bilder umsetzen.
Je nach Lust und Zeit filmen und schneiden wir die Aktion am Samstag gemeinsam!

Von der Aktion zur Strategie & zurück: Wie plant mensch Weltveränderung?

Referent_in: Marc Amann (Hrsg. von "Go.Stop.Act", Teamer bei CAMPUS)

** Eine Teilnahme an allen drei Vormittagen ist erwünscht. **

Meist reichen einzelne Aktionen nicht aus, um politische Veränderung zu erreichen. Daher sind Strategien, die klären, wie, wo, wann und von wem welche Aktionen eingesetzt werden, so wichtig.

Der Workshop beginnt mit der Frage, welche Idee von sozialem Wandel wir eigentlich jeweils im Kopf haben und welches (Selbst-)Verständnis uns in unserem Aktivismus leitet.

Davon ausgehend lassen wir uns anregen von theoretischen Modellen und beispielhaften Kampagnen, Soziale Bewegungen und deren Strategien: Von der Unabhängigkeitsbewegung in Indien über die Bürgerrechtsbewegung in den USA, Anti-Atom-, Anti-Gentechnik, globalisierungskritische Bewegungund andere.

Damit gelangen wir an Handwerkszeug für die Entwicklung und Planung strategischen Handelns für unsere jeweiligen eigenen Themen und Bereiche, in den wir aktiv sind.

Sambatrommeln: Renitente Rhythmen

Referent*innen: Aktive von Rhythm of Resistance (RoR)

Ob um „Latsch-Demos“ aufzupeppen, kreative Aktionen zu unterstützen oder direkte Aktionen und Blockaden zu gestalten, ob um Spaß am Widerstand zu haben oder ob bewusst Rigidem und Repressivem mit Hüftschwung und Power etwas entgegenzusetzen: Samba-Trommeln ist vielseitig einsetzbar!

In dem Kurs lernt ihr die Grundzüge kennen und werdet am Ende selbstständig zwei bis drei Rhythmen spielen können. Ziel ist die Teilnahme am Aktionstag am Samstag.

Der Kurs ist ein guter Einstieg, um sich auf z. B. auf Protestcamps zu spontanen Samba-Gruppen zusammen zu finden oder sogar vor Ort eine eigene Gruppe zu gründen und weiterzulernen.


Frage gestellt von:
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Referent_in: Rolf Läpple (Attac Schwäbisch-Hall) in Zusammenarbeit mit "Aufstehen gegen Rassismus"

Der völkische Mob und seine Nazi-Unterstützer erobern viele Stammtische. Dagegen tun wir etwas. Wir trainieren unsere Nerven und Argumente gegen die Vollpfosten am reaktionären Ende der Republik – und dann aber... - Stopp: Damit gehen wir auf deren Niveau. Besser: Argumentationstraining gegen Stammtischparolen Ein Argumentationstraining ist eine Art Werkstatt, ein Labor, eine offene Lernsituation. Wir lernen durch das gemeinsame Üben und die spielerische Auseinandersetzung mit der Realität. Hier bekommt mensch auch – aber keineswegs nur – Wissen geliefert... Wir überprüfen politische Erklärungen, Argumente, Schlagwörter und Parolen auf ihre emotionale Basis, Wirkung und sachliche Angemessenheit und erproben eventuelle Gegenstrategien. - Und Spaß macht's auch noch.


Ansprechpartner: Rolf Läpple (Attac Schwäbisch-Hall, Läpple-Kommunikation) (http://laepple-kommunikation.de/)
Politisches Straßentheater

Referent_innen: Aktionstheater Berlin

Das Aktionstheater Berlin möchte gerne gemeinsam mit euch erproben, wie ihr mit euren Aktionen einen Dialog herstellt zwischen Aktivist*Innen und den "Zuschauenden".

Hierfür stellen wir euch die Techniken des Theaters der Unterdrückten vor, welches ein Mittel ist, um Unterdrückung sichtbar zu machen. Wir spielen Situationen durch, die sich um Unterdrückung drehen und erproben den Weg heraus zu mehr Selbstwirksamkeit. Ziel des Theaters der Unterdrückten ist, dass Zuschauer*innen direkt in das Geschehen eingreifen. Eine Konfliktsituation wird vorgestellt und zusammen eine Lösung herausgearbeitet. Wir stellen euch das Forumtheater vor und auch das unsichtbare Theater.

Unsichtbares Theater:  Umstehende werden zu Zuschauer*nnen – ohne es zu wissen. Die Bühne ist der Ort des Geschehens. So wird eine Diskussion angestossen und die Zuschauer*innen im optimalfall zu Zu-Schauspielenden.