Veranstaltungsangebote

Attac-Regionalgruppen können die folgenden Veranstaltungsangebote aus verschiedenen bundesweiten Attac-Arbeitszusammenhängen nutzen. Für die Veranstaltungen stehen Referent_innen aus entsprechenden Arbeits- oder Projektgruppen zur Verfügung. Das Honorar handeln sie direkt mit den Gruppen aus (gegebenenfalls können Zuschüsse aus dem Regionalgruppentopf beantragt werden). Im Bundesbüro gibt es Vorlagen für Flyer, Plakate und Presseeinladungen.

Wer Interesse an einer solchen Veranstaltung hat, melde sich bitte mit 2-3 Terminoptionen und entsprechendem zeitlichen Vorlauf bei regionalgruppen@attac.de im Attac-Bundesbüro.

Unabhängig von diesen konkreten Angeboten können natürlich auch weiterhin Anfragen an die Referent_innen-Vermittlung im Büro, oder direkt an die bundesweiten Arbeitsgruppen gestellt wenden.

 

Stammtischkämpfer*innenausbildung

des Bündnisses "Aufstehen gegen Rassismus"

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskollegen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, die rechten Parolen nicht einfach so stehen lassen.
Hier setzt das Konzept StammtischkämpferInnen des Bündnis Aufstehen gegen Rassismus an. Es will Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! In Trainings werden Strategien erlernt, die es ermöglichen, den Parolen der AfD und ihrer Anhänger Paroli zu bieten und für solidarische Alternativen zu streiten statt für Ausgrenzung und Rassismus.

Eine StammtischkämpferInnen-Schulung umfasst ein Tagesseminar und dauert 6 Stunden (Pausen eingerechnet). Für diejenigen, die sich erstmal einen Eindruck verschaffen wollen oder nicht so viel Zeit haben, wird eine 90-minütige Einführung angeboten. Attac-Gruppen können selbst solche Trainings organisieren und können sich dazu an Aufstehen gegen Rassismus wenden, um TeamerInnen dafür zu bekommen. Hier die Mailadresse dazu: stammtisch@aufstehen-gegen-rassismus.de
So ein Angebot kostet Geld. Wenn ihr es nicht oder nur zum Teil über eure Regionalgruppe finanzieren könnt, könnt ihr dafür einen Antrag an der Feuerwehrtopf für Gruppen stellen.

Die EZB

Krisenpolitik jenseits demokratischer Kontrolle

Die EZB ist ein zentraler Akteur in der längst nicht überwundenen Krise in Europa. Die einen loben sie, denn sie habe mit der Ankündigung, notfalls Staatsanleihen aufzukaufen, die Eurokrise gemeistert; andere meinen, das führe über kurz oder lang zur Inflation; und die Dritten fordern, dass sie Kredite direkt an Staaten vergeben solle.

Auch die historischen Niedrigzinsen sind umstritten, für die einen sind sie eine sinnvolle Maßnahme zum Anschieben der Konjunktur, für die anderen eine Enteignung der Kleinsparer. Und nicht zuletzt bildet die EZB mit der EU-Kommission und dem IWF die so genannte Troika, die Ländern mit Zahlungsschwierigkeiten eine verheerende Kürzungspolitik aufzwingt.

Wie passt all das zusammen? Was genau macht eigentlich eine Zentralbank im Allgemeinen und die EZB im Besonderen? Wie ist die Krisenpolitik der EZB einzuschätzen, was kritisiert Attac an ihr und warum protestiert das Blockupy-Bündnis gegen ihre Eröffnungsfeier am 18. März 2015?

Jetzt erst recht!

Attac bleibt gemeinnützig

Die Empörung war groß, als die Medien berichteten, dass das Frankfurter Finanzamt Attac die Gemeinnützigkeit entzogen hat. Attac setze mehr auf politische Einmischungen und engagiertes Mitgestalten der BürgerInnen, als es die gesetzliche Grundlage, die Abgabenordnung, erlaube. Insbesondere im Engagement zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer oder für eine Vermögensabgabe will das Finanzamt keinen gemeinnützigen Zweck sehen.

Viele Menschen wollen nun aus erster Hand mehr erfahren. Daher organisiert Attac eine Veranstaltung in eigener Sache und berichtet vor Ort: Wie begründet das Finanzamt seinen Schritt genau? Wie geht Attac damit um? Wie geht es jetzt juristisch und politisch weiter? Und vor allem: Wie können wir Attac vor Ort unterstützen? Denn eins ist klar: Jetzt erst recht!

Luxemburg und andere Oasen

Was tun gegen die legale Steuertrickserei?

Durch die sogenannten Luxemburg-Leaks kam kam das Thema Steueroasen wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Jedes Jahr verliert der deutsche Staat etliche Milliarden Euro, weil Privatleute und Firmen in diese Schattenfinanzplätze ausweichen. Im Gegenzug werden ständig Leistungen für uns Bürgerinnen und Bürger gekürzt oder Gebühren erhöht. Zudem öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter.

Wie funktionieren Steueroasen? Wie sehen die Tricks von IKEA, Amazon, Google, Deutscher Bank und anderen Konzernen aus? Welche Folgen hat das für unsere Gesellschaft? Wie müsste eine gerechte Steuerpolitik aussehen und was können wir dafür tun?

Auf Taten müssen Worte folgen ... 

Pressearbeits-Workshop für Attac-Gruppen und andere Bewegungsorganisationen

Mit unseren politischen Aktionen wollen wir nicht nur direkt am Einsatzort wirken, sondern auch Resonanz in der Öffentlichkeit erreichen, Gegendiskurse schaffen, eingerostete Denkmuster aufbrechen. Doch wie bringen wir unsere Botschaften in die Medien? Müssen wir uns dafür nackt ausziehen und Fensterscheiben einschlagen oder reicht doch eine gut formulierte Pressemitteilung?

In diesem Workshop geht es um Grundlagen für eine gelingende Pressearbeit: Wie setze ich eine Aktion in Bezug zu aktuellen Anlässen und günstigen Zeitfenstern? Wie baue ich eine Pressemitteilung auf, wie verhalte ich mich in einem Interview? Wie formuliere ich Systemkritik, die auch Menschen verstehen, die "Das Kapital" nicht gelesen haben? Und wie trainiere ich generell eine "gute Schreibe"?

Andere Veranstaltungen

Folgende Veranstaltungen aus den vergangen Jahren könnten für manche Gruppen ebenfalls noch interessant sein:

  • Vermögen umverteilen
    – statt Sozialabbau und Privatisierung!
  • Der autoritäre Umbau der EU in der Krise
    Die geplante 'Fiskal- und Wirtschaftsunion' als nächster Schritt
  • Klimagerechtigkeit und Energiedemokratie
    Welche Energiewende wollen wir?
  • Rechtspopulismus im Zuge der Eurokrise
    Herausforderung für demokratische Bewegungen
  • Kommunen in Not!
    Warum den Städten das Geld ausgeht und was wir dagegen tun können
  • Wer geht Putzen und wer wird Millionär?!
    Eine andere Ökonomie muss geschlechtergerecht sein!
  • Jenseits des Wachstums?!
    Der Weg zu einer solidarischen Postwachstumsökonomie
  • Gegen die Widrigkeiten des (Arbeits-)Lebens -
    hilft ein Grundeinkommen!
  • Die Finanztransaktionssteuer
    Steuer gegen Armut, Hunger und für die Umwelt