Sie benutzen den veralteten Internet Explorer 6. Leider ist dieser Browser nicht in der Lage moderne Webinhalte richtig darzustellen. (Er ist bereits 8 Jahre alt) Bitte nutzen Sie den Internet Explorer 7 oder eine kostenlose Alternative wie Mozilla Firefox oder Apple Safari und lesen Sie zum IE6 einen Heise Artikel.

Vom Süden lernen - Lateinamerikas Alternativen zum Neoliberalismus

Dort, wo sein Feldzug begonnen hat, widersetzen sich heute zahlreiche soziale Bewegungen und linke Regierungen dem global vorherrschenden Neoliberalismus und schlagen alternative Entwicklungswege ein: in Lateinamerika.

1994 jedoch erscholl in Mexico der Ruf der Zapatistas: „Ya basta!“ – „Es reicht!“, und es scheint, dass dieser Ruf nicht ungehört geblieben ist. In den letzten zehn Jahren ist eine Regierung nach der anderen abgewählt worden, die sich dem Neoliberalismus verschrieben hatte. Die Wahl linker, fortschrittlicher Regierungen hat die politische Landkarte in Lateinamerika deutlich verändert. Der Neoliberalismus ist in Lateinamerika in die Defensive geraten – und nicht nur das: Der Kapitalismus an sich wird nicht mehr als alternativlos hingenommen. Dass dies überhaupt möglich gewesen ist, ist ein Verdienst der sozialen Bewegungen, die sich in vielen lateinamerikanischen Ländern für eine Veränderung eingesetzt haben: Bewegungen wie diejenige der Landlosen in Brasilien, der Arbeitslosen in Argentinien oder der Indigenen in Ecuador oder Bolivien.

Die emanzipatorischen Prozesse Lateinamerikas sind nicht nur von großer Bedeutung für den Subkontinent, sondern zeigen, dass die Hegemonie des Neoliberalismus gebrochen werden kann und dass eine andere, post-kapitalistische Welt möglich ist. In dieser Hinsicht sind die Entwicklungen in Lateinamerika von großer Bedeutung für emanzipatorische Prozesse und die globalisierungskritische Diskussion auch in Deutschland.

Die zahlreichen Projekte solidarischer Ökonomie, die ökologischen Alternativen, solidarische Handelsverträge und Finanzinstitutionen, der Aufbau alternativer Mediennetzwerke, regionale Integration u.v.m. – all das sind Ansätze, die deutlich machen, dass der Neoliberalismus nicht alternativlos ist. In Europa ist Globalisierungskritik bis weit in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen. Nun liegt es an der globalisierungskritischen Bewegung, konkrete Alternativen in die Debatten einzubringen. Hier kann der Blick nach Lateinamerika sehr aufschlussreich sein.

 

Attac-Arbeitsgemeinschaft(en)

Empfehlenswerte Texte und Bücher

Aktuelles

  • 30.07.09 Attac unterstützt Menschenrechtsdelegation nach Honduras

    EU und Bundesregierung müssen Druck auf Putschisten erhöhen

    mehr
  • 17.04.09 Protest gegen Agarpolitik und Ferkelproduktion mit Riesen-Fleischwolf

    Aktion unterstützt Bauplatzbesetzung in Alt Tellin und weltweiten Aktionstag

    mehr
  • 27.11.08 Lateinamerika: ALBA-Länder einigen sich auf Maßnahmen gegen Finanzkrise

    Attac fordert von Bundesregierung Unterstützung für Länder des Südens

    mehr
Attac Nachrichten RSS-Feed RSS
Feed
Druckversion Druck
Version
A A A

Neuigkeiten

18.03. Filmstart "Die 4. Revolution"

Die 4. Revolution- "Energy Autonomy" kommt heute bundesweit in die Kinos.

mehr
mehr
mehr

.
.