Zu praktisch jedem der unten dargestellten Themen gibt es einen oder mehrere bundesweite Arbeitszusammenhänge bei Attac, die auf der jeweiligen Beschreibungsseite aufgeführt sind. Eine schnelle Übersicht über alle anerkannten AGs findet sich auf der AG-Seite von www.attac-netzwerk.de.
Das Versprechen, die Globalisierung bringe Wohlstand für alle, hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer, sowohl innerhalb der Gesellschaften als auch zwischen Nord und Süd. Wir setzen dem unsere Vorstellung von Globalisierung entgegen: Internationale Solidarität von unten. Eine andere Welt ist möglich!
Mit den Protesten in Seattle und Genua ist die globalisierungskritische Bewegung bekannt geworden. Seitdem sind auf der ganzen Welt Hunderttausende auf die Straße gegangen und haben sich der Bewegung angeschlossen. Wir wenden uns gegen die weltweit wachsende soziale Ungleichheit und gegen eine Globalisierung, die sich einseitig an mächtigen Wirtschaftsinteressen orientiert. Unser Erfolg: Die Behauptung, zur neoliberalen Globalisierung gebe es keine Alternative, wird nicht mehr widerspruchslos hingenommen. Das Ringen um eine alternative Politik hat begonnen.
Die jetzige Welthandelsordnung wird bisher einseitig von mächtigen Wirtschaftsinteressen dominiert, von großen Banken, Investmentfonds, Transnationalen Konzernen und anderen großen Kapitalbesitzern. Attac streitet für eine Welthandelsordnung, die den Interessen der Entwicklungsländer, sozial Benachteiligten und der Umwelt Vorrang einräumt.
Attac tritt für eine demokratische Kontrolle und Regulierung der internationalen Märkte für Kapital, Güter und Dienstleistungen ein. Wir sind davon überzeugt, dass die Wirtschaft den Menschen dienen muss und nicht umgekehrt. Politik muss sich an den Leitlinien von Gerechtigkeit, Demokratie und ökologisch verantwortbarer Entwicklung ausrichten.
Die öffentlichen Kassen sind nicht leer, sie wurden leer gemacht: mit umfangreichen Steuergeschenken an Unternehmen und Kapitalbesitzer. Der Flucht des Kapitals in Steueroasen wird tatenlos zugesehen – einem Diebstahl gesellschaftlichen Vermögens, der in die Milliarden geht. Gleichzeitig wetteifern die Staaten miteinander um den niedrigsten Steuersatz und beschneiden damit ihre eigene Gestaltungsmacht. Um diesem Prozess wirksam entgegenzutreten, müssen die Steueroasen trockengelegt und ein internationales Steuersystem mit globalen Steuern errichtet werden. Wir brauchen eine gerechte Besteuerung – gegen die zunehmende Umverteilung von unten nach oben!
Privatisierung führt zu Entsolidarisierung und sozialer Polarisierung. Soziale Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Kultur und andere Bereiche, die für das Funktionieren einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft notwendig sind, sollten daher prinzipiell dem privaten Gewinnstreben entzogen und öffentlich organisiert und finanziert werden.
Die Armut ist in die Industrieländer zurückgekehrt. Auch bei uns nehmen soziale Unsicherheit, Ausgrenzung und Ungerechtigkeit zu. Sozial gerecht ist nach unserer Auffassung eine Gesellschaft, in der alle über die materiellen Mittel verfügen, um sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Der ungleichen Verteilung des Reichtums und der Ausgrenzung breiter Bevölkerungsschichten treten wir entschieden entgegen.
Der Prozess der europäischen Einigung ist geprägt von anti-sozialen Zumutungen, radikaler Ausrichtung auf marktliberale Konzepte und von militärischer Aufrüstung. Kein Wunder, dass viele sich von diesem wichtigen, länderübergreifenden Projekt abwenden. Wir wollen dem nicht tatenlos zusehen: Attac kämpft für ein soziales, friedensfähiges und demokratisches Europa!
In Lateinamerika werden zahlreiche Alternativen zur neoliberalen Globalisierung bereits heute gelebt. Solidarische Handels- und Finanzinstitutionen, ökologische Alternativen, Solidarische Ökonomie, partizipative Demokratie, das Entstehen alternativer Mediennetzwerke und vieles mehr zeigen, dass der Neoliberalismus nicht alternativlos ist. Eine andere Welt ist möglich! Ihre Entstehung hat bereits begonnen!
Die Expansion nicht-nachhaltigen Wirtschaftens, die Privatisierung von Gemeinschaftsgütern und die Schwächung der Handlungsfähigkeit der Staaten bedrohen unsere Lebensmittel, unsere Landwirtschaft, unser Trinkwasser, unser Klima, die letzten Urwälder und die Artenvielfalt der Erde. Attac kämpft für eine ökologische und nachhaltige Globalisierung.
Wo sich die wertvollen Rohstoffe und Märkte nicht mehr durch Handel und Verträge aneignen lassen, sind die Industrieländer auch zu kriegerischen Übergriffen bereit. So führt Globalisierung immer öfter zu Kriegen: Kriege um strategische Kontrolle und Ressourcenzugriff Attac lehnt Krieg als Mittel zur Lösung von Konflikten ab. Wir setzen uns ein für eine friedliche und solidarische Gestaltung der Globalisierung.
Eine wesentliche Voraussetzung für die Durchsetzung der neoliberalen Globalisierung sind die bestehenden hierarchischen Geschlechterverhältnisse. Attac kämpft für Gleichberechtigung und gegen patriarchale Strukturen.
In unseren Gesellschaften wird Wissen immer wichtiger. Ein immer größerer Teil der Arbeitskraft fließt in die Erschaffung und Reproduktion von Wissen. Damit rücken die Kämpfe um "geistige Eigentumsrechte" in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Dies betrifft fast alle Bereiche des Lebens, von neuen Reissorten und Medikamenten über Wissen und Bildung bis zu Software, Bücher und Musik. Wir fordern freien Zugang und freien Austausch von Wissen zum Wohle aller.
Kultur ist weder Ware noch Luxus, sondern das Fundament jeder menschlichen Gemeinschaft. Attac möchte der kapitalismusgesteuerten, ökosozialen Zerstörung unsere mit Kreativität und unser Engagement etwas entgegensetzen. Kunst- und Kulturschaffende brauchen soziale Sicherheit.
Rechtsradikalismus heißt Gewalt und Hass gegen Andersdenkende. Attac ist eine globalisierungskritische Organisation, die sich für eine gerechte Gestaltung des Globalisierungsprozesses einsetzt und somit für ein friedliches Miteinander zwischen den Menschen und Völkern der Erde. Attac kämpft gegen Antisemitismus und rechtsradikales Gedankengut. Rechte Globalisierungsgegner und Querfrontstrategien haben bei uns keine Chance!



















