Bündnis mobilisiert zu G20-Großdemonstration in Hamburg

Protestzüge werden am 8. Juli großen Teil der Innenstadt in Anspruch nehmen

17.11.2016

"G20 – not welcome": Unter diesem Motto rufen Attac und andere Organisationen im "Bündnis gegen das G20-Treffen in Hamburg" zu einer internationalen Großdemonstration am 8. Juli 2017 in der Hansestadt auf. Die Demo wird aus mehreren Protestzügen bestehen und einen großen Teil der Hamburger Innenstadt in Anspruch nehmen. Sie ist heute bei der Hamburger Demonstrationsbehörde angemeldet worden. Erwartet werden mehrere Zehntausend Menschen aus ganz Europa.

Werner Rätz, für Attac im Demobündnis: "Beim G20-Gipfel in Hamburg treffen sich einige der übelsten Vertreterinnen und Vertreter der heutigen Weltpolitik, um die weitere Gestaltung des globalen Kapitalismus miteinander auszuhandeln. Wer sich solche Gäste einlädt, lädt sich auch den internationalen Protest ein."

Mehrere Demozüge von der Moorweide zum Heiligengeistfeld

Die Protestroute soll direkt an den Veranstaltungsorten des G20-Gipfels in Hamburg - Messehallen und Rathaus - vorbeiführen. Die G20-Demonstration beginnt um 10 Uhr auf der Moorweide in Hamburg und führt in mehreren Zügen mit verschiedenen Zwischenkundgebungen durch das Zentrum zum Heiligengeistfeld, wo bis 20 Uhr die Abschlusskundgebung laufen wird. Die Demozüge selbst laufen zwischen 13 und 16 Uhr.

Das Demobündnis in Hamburg hat seine Beratungen Ende Oktober aufgenommen. In ihm arbeiten zahlreiche Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen zusammen. Darunter sind außer Attac etwa die die DGB-Jugend Hamburg, Erlassjahr.de, die Interventionistische Linke, die Naturfreundejugend Hamburg, die Partei Die Linke, die Föderation der Demokratischen Arbeitervereine (DIDF), das Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung Hamburg, das Demokratische Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (NAVDEM), Gegenstrom Hamburg, der Rote Aufbau Hamburg sowie Aktive aus dem Hamburger Flüchtlingsrat, aus Recht-auf-Stadt-Zusammenhängen und anderen Hamburger Gruppen.

Viele weitere Gruppen und Organisationen sind an dem Beratungsprozess beteiligt und diskutieren gegenwärtig die Form ihrer Mitarbeit. Einige bereiten Aktionen Zivilen Ungehorsams vor, andere planen einen Alternativgipfel. In einer losen Plattform tauschen sie sich aus.

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