Stadt Frankfurt verbietet nun auch das Occupy-Camp
Blockupy fordert Polizei auf, sich deeskalierend zu verhalten
Die Stadt Frankfurt hat nun auch das Occupy-Camp vor der EuropĂ€ischen Zentralbank in Frankfurt fĂŒr die Zeit der Blockupy-Aktionstage verboten. Eine bereits erteilte Genehmigung des Camps bis zum 23. Mai wurde dafĂŒr nachtrĂ€glich um einen Passus ergĂ€nzt, demzufolge das Camp vom 16. bis 20. Mai gerĂ€umt werden muss. Das Occupy-Camp am FuĂe der EZB besteht seit dem 15. Oktober und genieĂt in der Frankfurter Bevölkerung groĂe Sympathie.
Das Blockupy-BĂŒndnis kritisierte die Entscheidung der Stadt scharf. "Frankfurts Ordnungsdezernent Markus Frank hat jegliches demokratisches MaĂ verloren. Seine Verbotsorgie erinnert an russische VerhĂ€ltnisse, wo jeglicher demokratischer Protest unterdrĂŒckt wird, der politisch nicht genehm ist", sagte Blockupy-Sprecher Martin Behrsing.
Bereits in den vergangenen Tagen hatte die Stadt Frankfurt VerbotsverfĂŒgungen gegen alle angemeldeten Veranstaltungen wĂ€hrend der Blockupy-Aktionstage erlassen â einschlieĂlich einer groĂen Demonstration am 19. Mai und einer Mahnwache der Ordensleute fĂŒr den Frieden. Das Blockupy-BĂŒndnis hat gegen alle Verbote geklagt. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts wird fĂŒr spĂ€testens Anfang kommender Woche erwartet.
Das Blockupy-BĂŒndnis betonte, dass Ordnungsdezernent Frank entgegen seinen Verlautbarungen ĂŒber die Medien keinerlei GesprĂ€chsbereitschaft zeige. "Wir haben nie ein GesprĂ€chsangebot von Herrn Frank bekommen. Auch an dem ersten und einzigen GesprĂ€ch mit der Stadt am 27. April hat er nicht teilgenommen", berichtete Werner RĂ€tz, der fĂŒr Blockupy an dem GesprĂ€ch mit der Stadt teilnahm. In dem GesprĂ€ch hĂ€tten die Vertreter der Stadt auch keinerlei AlternativvorschlĂ€ge fĂŒr die abgelehnten PlĂ€tze und Veranstaltungen gemacht.
Das Blockupy-BĂŒndnis stellte erneut klar, dass von seinen Aktionen keine Eskalation ausgehen werde. Dazu Blockupy-Sprecher Christoph Kleine: "Wir erwarten dasselbe von der Polizei und verlangen daher von der Stadt Frankfurt ebenso wie vom hessischen Innenministerium, die verbale Hetze gegen Blockupy und die Diffamierung der Protestierenden einzustellen und endlich zu einem kooperativen, deeskalierenden Verhalten zu finden."
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