Endlich CDS-Handel verbieten und GroĂbanken zerschlagen
Ohne effektive Finanzmarkt-Regulierung droht nÀchste Wirtschaftskrise
Aus Anlass der gegenwÀrtigen Talfahrt an den Börsen fordert Attac erneut ein umgehendes Verbot von Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps / CDS). Dass nach der Krise von 2008 keine ernsthaften Konsequenzen aus dem gesellschaftsschÀdlichen Einfluss der Finanzmarktakteure gezogen wurden, war schon verantwortungslos genug von der Politik. Wenn sie jetzt nicht handelt und sofort CDS verbietet, die wie Wetten auf Staatspleiten wirken, werden wir einen tieferen Einschnitt als 2008 erleben.
DarĂŒber hinaus darf es auf den FinanzmĂ€rkten keine Akteure mehr geben, die im Falle ihres Konkurses das globale Finanzsystem kollabieren lassen können. Die Lehman-Brothers-Pleite hat gezeigt, dass global vernetzte GroĂbanken wie die Deutsche Bank eine Gefahr fĂŒr die gesamte Gesellschaft sind. Wer seine Hauptgewinne mit Investmentbanking erwirtschaftet und immer weniger klassische Industriefinanzierung betreibt, hat kein Recht auf GröĂe. Diese Banken gehören zerschlagen.
Mit einer Bankwechsel-Kampagne unter dem Motto "Krötenwanderung jetzt! Bank wechseln, Politik verĂ€ndern!" ruft Attac die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger auf, GroĂbanken wie der Deutschen Bank den RĂŒcken zu kehren und sich zugleich politisch fĂŒr eine strenge Regulierung des Bankensektors stark zu machen.
Attac tritt seit mehr als zehn Jahren fĂŒr eine effektive Regulierung der FinanzmĂ€rkte ein, um Wirtschaftskrisen zu verhindern. Die Globalisierungskritiker fordern unter anderem ein Verbot von Hedgefonds und von Spekulation gegen Staatsanleihen und WĂ€hrungen, die EinfĂŒhrung einer Finanztransaktionssteuer sowie die Schaffung einer europĂ€ischen
Ratingagentur unter demokratischer Kontrolle.
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