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Blockupy: Die Debatte beginnt

Die Blockupy-Proteste am 31. Mai und am 1. Juni waren ein wichtiger Schritt hin zu einem koordinierten europäischen Widerstand gegen das autoritäre Krisenmanagement der Europäischen Union. Am Sitz der Europäischen Zentralbank ha­ben Tausende Blockierende und Demonstrierende gezeigt, dass sie eine Politik nicht mehr hin­nehmen werden, die die Bedürfnisse der Menschen in Europa und weltweit mit Füßen tritt, um die Stabilität von Finanzanlagen zu garantieren und Standortkonkurrenz durchzusetzen.
Der Polizeieinsatz am Samstag hat anschaulich vorgeführt, unter welchen Bedingungen diese Politik, die sich selbst gern mit dem Etikett "alternativ­los" ausstattet, durchgesetzt wird. Das Eintreten für ein solidarisches und demokratisches, ein gemeinsames Europa soll hier wie in vielen anderen EU-Ländern unter Polizeiknüppeln und Tränengasschwaden zum Verschwin­den gebracht werden.
Der Streit um den Umgang mit der fälschlich als "Sparpolitik" bezeichneten Austeritätspolitik ist mit den Blockupy-Aktionstagen auch in der deutschen Öffentlichkeit angekommen. Das ist gut so. Und mit dem Polizeieinsatz wird deutlich: Diese autoritäre Politik ist nicht die Zukunft Europas.
Bitte unterschreibt die Solidaritätserklärung für die Eingekesselten! [1]
Stellungnahme von Attac [2] Newsmeldung mit Fotos [3]
Twitterwall und Presseartikel [4]
Am Samstag, den 8. Juni haben in Frankfurt viele Tausend Bürgerinnen und Bürger gegen den Überfall der Polizei auf die Blockupy-Demonstration [5] protestiert.

Sommerakademie

In diesem Jahr steht die Sommeraka­demie von Attac unter dem Motto "Globalisierung 2.0 – Analysen, Aktionen, Alternativen". Vom 24. bis 28. Juli treffen sich Attacies und alle Interessierten in Hamburg-Ber­gedorf, um darüber zu beraten, ob von einer neuen Globalisierung ge­sprochen werden kann, wenn Regie­rungen, die viele Jahre auf den freien Markt schworen, Banken retten und verstaatlichen, während gleichzeitig die Macht der Märkte weiter zu­nimmt. Aber auch mit Themen wie Demokratisierung, Klimagerechtig­keit, und Welthandel werden wir uns intensiv auseinandersetzen.
Programm und Anmeldung [6]

Alter Summit in Athen

Am 7. und 8. Juni tagte der Alter Summit der europäischen sozialen Bewegungen in Athen. Eine Allianz von mehr als 150 Organisationen – Gewerkschaften, sozialen Bewegun­gen, Nichtregierungsorganisationen und anderen politische Akteuren – aus allen Teilen Europas hat der Öffentlichkeit ein Manifest für den Kampf um ein demokratisches und soziales Europa vorgelegt. Mit der Präsentation des Manifests soll ein Prozess des gemeinsamen solidari­schen Kampfes der linken und alter­nativen Kräfte für ein anderes Euro­pa angestoßen werden.
Newsmeldung [7]

Neuer Attac-Basistext

Im neuen Basistext zum Thema "Um­verteilen" skizzieren Bruno Marcon und Steffen Stierle sinnvolle Alterna­tiven zur neoliberalen Kürzungspoli­tik. Denn die extreme Ungleichvertei­lung der Vermögen ist eine zentrale Ursache der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Statt die Reichen heranzuziehen, werden die Kosten vor allem in der Europäischen Union durch Kürzungsdiktate nach unten durchgereicht. Die Krise wird so nur weiter verschärft!
Stattdessen muss es jetzt darum ge­hen, reiche Haushalte deutlich stär­ker an der Finanzierung des Gemein­wesens zu beteiligen. Attac-Shop [8]

Europa geht anders

Es ist höchste Zeit, klare Zeichen ge­gen den Angriff der politischen und fi­nanziellen Eliten auf Demokratie und soziale Rechte in Europa zu setzen. Die neue Plattform Europa geht anders [9] wirbt für ein Europa, in dem kein Mensch von Armut oder Aus­grenzung bedroht ist. Ein Europa in dem es echte Demokratie, umfassen­de soziale Rechte und Geschlechter­gerechtigkeit gibt. Dabei sind viele Attacies aus Österreich, Italien, Frankreich und Deutschland. Wir for­dern die Bürgerinnen und Bürger auf, sich dem Aufruf anzuschließen und ihn online zu unterzeichnen [10].
Weitere Infos [11]