Kulturprogramm

Ein abwechslungsreiches und buntes Kulturprogramm wird auch in diesem Jahr unsere Sommerakademie in Hamburg-Bergedorf begleiten. Denn Politik und Kultur sind bei Attac untrennbar miteinander verbunden. Wir konnten wieder anspruchsvolle KünstlerInnen für Konzerte, Kleinkunst, Workshops, Lesungen und Filmabende gewinnen. Das Programm ist weiterhin im Werden begriffen. Die Seite wird sich weiter füllen. Vor allem den KünstlerInnen gilt unser Dank.

Donnerstag 25. Juli 20:15 - 21:15 Uhr | Zeighaus

Hommage an Franz Josef Degenhardt – Rolf Becker liest / Kai Degenhardt singt

Der 2011 verstorbene Franz Josef Degenhardt brillierte nicht nur als Liedermacher. Auch als Schriftsteller stellte er seine Ausdruckskraft und scharfe Beobachtungsgabe unter Beweis. Seine Romane erzählen auf höchstem literaischen Niveau jahrzehntelange Entwicklungen in Deutschland und zeichnen ein Bild der Menschen, das seinesgleichen sucht. Der Hamburger Schauspieler Rolf Becker liest daraus, Degenhardts Sohn Kai singt Lieder aus dem Werk seines Vaters und aus dem eigenen Repertoire.
Wir freuen uns auf einen inspirierenden Abend.

Donnerstag 25.7.2013 21.30 - 22.30 Uhr |Zeighaus

Kai Degenhardt, politische Lieder

Kai Degenhardt, der Sohn des 2011 verstorbenen Liedermachers Franz Josef Degenhardt, arrangierte seit 1987 die Lieder seines Vaters und begleitete ihn bei seinen Studioaufnahmen und Live-Konzerten auf der Gitarre. Sein Gitarrenspiel hat den Degenhardt-Sound seither wesentlich mitgeprägt.

„Ich zähle meine Musik zu dem Genre, das die Anglo-Amerikaner „Singer-Songwriter“ nennen und das bei uns unter „Liedermacherei“ läuft“, sagt er. „Natürlich mache ich politische Lieder – was auch sonst. Ich schreibe und singe ja von mir und Gott und der Welt.“ Kai Degenhardt unterstützte uns schon auf dem „UmFAIRteilen“ Aktionstag im September 2012 in Hamburg. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, diesmal mit mehr Zeit für seine Kunst. link 

Sa 27. Juli 21:30 – 23:30 Uhr | Zeighaus

Live Konzert „Dubtari“

Nach mittlerweile 15 Jahren Bühnenerfahrung und fünf Alben, haben sich
Dubtari zu einer festen Größe in der deutschen Reggae- und Ska-Szene gemausert. Während Ska und Reggae bis heute die musikalische Basis der Band geblieben sind, fanden im Laufe der Jahre auch immer mehr Musikstile wie z.B. Dancehall, Dub, Latin, HipHop, Drum’n’Bass und Rock ihren Weg in die Stücke. Das Ergebnis ist der unverkennbare und trotzdem abwechslungsreiche Dubtari-Sound, der durch deutsche, spanische und englische Vocals von Frontfrau Quiandra und Frontmann Marcophone komplettiert wird. Dubtari nennt diese einzigartige Mischung Intercontinental-Offbeat. Auch Dubtari unterstützte uns schon auf dem „UmFAIRteilen“ Aktionstag 2012 in Hamburg. Ein Abend mit spitzen Live Musik, bringt die Tanzschuhe mit.   Dubtari

"Was wäre wenn..." Ausstellung zur Atomkraft

70 fotografische Gegenüberstellungen von .ausgestrahlt zur Atomkraft aus Brokdorf, Norddeutschland und Tschernobyl

 

Seit Oktober 2012 ist die .ausgestrahlt-Fotoausstellung  "Was wäre, wenn ..." in Norddeutschland auf Tour. In 70 berührenden Fotografien aus Brokdorf, Norddeutschland und Tschernobyl zeigt sie eindrücklich, welche Auswirkungen ein schwerer Atomunfall im AKW Brokdorf auf die Region Norddeutschland und sogar ganz Europa haben könnte. 
Der Umweltjournalist und Fotograf Alexander Neureuter aus Gatow stellt den Tschernobyl-Motiven jeweils vergleichbare Szenen aus Norddeutschland gegenüber, beispielsweise einem menschenleeren Riesenrad in Pripyat ein Riesenrad auf dem Hamburger Dom inmitten der fröhlichen JahrmarktsbesucherInnen. 
Die zentrale Botschaft der insgesamt 70 Bilder lautet: Das AKW Brokdorf ist weiterhin am Netz und stellt ein fast vergessenes Gefährdungspotential dar. Bei einer Havarie mit Nuklidfreisetzung werden ungeahnt große Flächen im dicht besiedelten Europa kontaminiert und dauerhaft unbewohnbar sein. Ein Brokdorf-GAU ist keine lokale Angelegenheit - und der Super-GAU in Tschernobyl schon fast vergessene Realität.

Während der gesamten Sommerakademie zu sehen.

Ausstellung „Das 1-Milliarde-Euro-Projekt“

Künstlerin Violetta Volrath, Theatermalerin am Staatstheater Mainz
Lange bevor die Finanzkrise unglaubliche Geldsummen in die Medien brachte, wurde Violetta Volrath bewusst, dass Geldsummen meist isoliert voneinander genannt werden und das Gedächtnis meist nicht ausreicht, um z.B. den Bundeshaushalt von rund 250 Milliarden € mit einer Erdbebenhilfe für die Türkei von 20 Millionen (1/10 000) oder einem Jahreseinkommen der 65 bestverdienenden Deutschen von 3 Milliarden € in eine Beziehung zu setzten.  
Im Milliardenspiel von Banken und Staaten bei der grassierenden EU-Finanzkrise  sind diese abstrakten Mega-Zahlen  schwer fassbar. Die Austellung „Das 1- Millarde Euro Projekt“ gibt den abstrakten Mega-Zahlen ein Gesicht, indem sie die Eins mit den neun Nullen in konkrete Finanzierungsbezüge setzt und so sinnlich erfahrbar macht. Nach einjähriger Recherche sind Bilder entstanden, die den Gegenwert von einer Milliarde künstlerisch veranschaulichen. Das Projekt, das u.a schon in Mainz gezeigt wurde, ist von der Unesco  in die Aktionstage Bildung für nachhaltige Entwicklung aufgenommen worden. Wir freuen uns sehr dass wir diese Austellung zeigen können. Infos unter: www.violetta.de/euro.htm
Während der gesamten Sommerakademie im Foyer des Fachhaus2 (F2) zu sehen.

Palästina-Ausstellung

Die Ausstellung über Palästina hat zum Ziel, über die Situation der Palästinenser_innen zu informieren und Beispiele von praktischer Solidarität aufzuzeigen. Die Schwerpunkte liegen auf den unterschiedlichen Facetten der israelischen Besatzung wie dem Siedlungsbau auf palästinensischem Gebiet, dem Mauerbau, Vertreibung und Gefangennahme sowie deren mehrfache Verurteilung durch die UNO. Das Leben in Gaza, einem „Freiluftgefängnis“, wird ebenso dargestellt wie der Widerstand verschiedener Gruppierungen in Palästina und Israel. Ein weiterer Schwerpunkt beleuchtet die weltweite Solidarität mit den israelischen und palästinensischen Friedensbewegungen, u.a. Russell-Tribunal und Weltsozialforum über Palästina.
Gespräch mit der AG Palästina über die Ausstellung am Samstag 27. 7. um 15.00 Uhr in N 13.
Während der gesamten Sommerakademie im Gebäude H2 (gelbes Haus) im 1.OG zu sehen (ausgeschildert). Raum N 13


Ausstellung Schenken 2.0 – „Die Dinge im Fluss halten“

Ausstellung Schenken 2.0Svea Blieffert, Sylwia Strebska, Ilka Wäsche, Paul Vonberg

Die Ausstellung geht der Frage nach, inwieweit durch die Praxis des Schenkens Ressourcen geschont und damit ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden kann. Daneben werden auch interkulturelle Unterschiede in der Praxis des Schenkens zwischen Deutschland und Polen berücksichtigt.

Können Menschen sich durch gegenseitige Unterstützung im Alltag, durch ein Schenken von Gebrauchsgegenständen, von Zeit, Wissen und Fähigkeiten systematisch ohne Geld versorgen? Werden dadurch weniger Dinge neu gekauft und Ressourcen geschont? Wie wirkt sich die Praxis des Schenkens auf soziale Beziehungen aus? Empfinden Beschenkte eine Verpflichtung zur Reziprozität und erwarten Schenkende eine ihrer Gabe gleichwertige Gegenleistung in der Zukunft? Leben an solchen Projekten der Gegenseitigkeit beteiligte Menschen glücklicher?

Die Ausstellung initiiert durch interaktive Elemente einen Dialog unter den Ausstellungsbesucher_innen über diese und viele weitere Fragen zum Thema „Schenken“ und zeigt Wege auf, wie Menschen selbst aktiv werden und sich an derartigen Schenkprojekten, die teilweise nur in einer kleinen, gesellschaftlichen „Nische“ bekannt sind, beteiligen können.

Ort: H2-S14