Aktionen der Kampagne Konzernbesteuerung

Diverse Regionalgruppen hatten im Sommer auf eigene Faust Protestaktionen gegen die Gewinnverschiebereien von Konzernen gestartet. Mit phantasievollen Aktionen macht unsere Kampagne nun auch auf Bundesebene Druck. 

Am 11. Oktober 2014 verhüllen Buchläden in der Bundesrepublik ihre Schaufenster um auf die negativen Auswirkung von TTIP aufmerksam zu machen: „Hier sollen weiterhin Bücher ausliegen. Das Freihandels- abkommen TTIP zwischen EU und USA gefährdet auch die Buchpreisbindung. Irreparabel für AutorInnen, LeserInnen und Buchhandel. Verhindern wir TTIP!“
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Wir fordern: "Banken und Konzerne global besteuern - Gesamtkonzernsteuer erstreiten und die Bank wechseln!" Aus gegebenem Anlass bekommt die Deutsche Bank  bei der Hauptversammlung im Mai den Pokal als "Top Steuertrickser global" für ihre insgesamt 970 Töchter in Steueroasen.
Mehr Infos über die Steuertricks der Deutschen Bank (mit Fotos)

Am 12. April 2014 verteilten Aktivisten vor mehr als 12 Standorten täuschend echt nachgeahmte Flyer des Konzerns. Statt über Billy, Ivar und Co. informiert das Faltblatt über die Steuervermeidungstricks von IKEA. Auf manchen flachen Paketen wird nach der Aktion ein Post-it mit der Aufschrift "Steueroasen austrocknen" kleben. Vor manchen Möbelhäusern wurde mit einem Hütchenspiel auf die Gewinnverschiebung von IKEA hingewiesen und für eine bessere Konzernbesteuerung getrommelt.
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Am 20. Februar 2014 hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac über 32.000 Unterschriften für eine Gesamtkonzernsteuer Martin Kreienbaum, der im Bundesfinanzministerium die aktuellen internationalen Verhandlungen zur Konzernsteuervermeidung führt, überreicht.
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Sparbucks-Aktion

Unsere Aktion mit gefälschten Gutscheinen, die wir am 5. Oktober 2013 vor Starbucks-Filialen in 20 Städten an Passant_innen verteilt haben, ist bundesweit auf Resonanz gestoßen. An unserem zweiten Sparbucks-Aktionstag nutzen Attac-Gruppen die Vorweihnachtszeit, um mit "Wutscheinen" und einer Tasse Kaffee die Menschen erneut über wirksame Konzepte gegen Konzerngewinn-Verschiebereien aufzuklären.
Zur Aktion  Zur Fake-Webseite www.sparbucks.de

Foto: Sascha Bachmann / echtfotografie.de

Kurz vor Beginn der Verhandlungsrunde der Arbeitsgruppe "Finanzen", die am 12. November 2013 im Gebäude des Bundesfinanzminsteriums tagte, haben Attac-Aktive mit kreativem Straßentheater die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen.
Zusätzlich hatten wir die Mitglieder der Arbeitsgruppe in einem Offenen Brief aufgefordert, die Steuerbehörden zu stärken, die länderbezogene Berichterstattung (Country by Country Reporting) im Ministerrat der EU nicht länger zu blockieren und die seit zwei Jahren auf Eis liegende EU-Richtlinie für eine Gesamtkonzernbesteuerung ohne eine Wahloption für die Konzerne in Kraft zu setzen.
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Am 5. November 2013 haben wir einen Offenen Brief an die Mitglieder der Verhandlungsgruppe für die schwarz-rote Koalition geschickt. Darin haben wir daran erinnert, dass in der Europäischen Union Vorschläge einer Gesamtkonzernsteuer diskutiert werden. Attac ruft die sich konstituierende schwarz-rote Koalition auf, diese Ansätze zu unterstützen und gegen Konzern-Steuertricks und Schattenfinanzplätze aktiv zu werden.

Sparbucks-Aktion

Mit gefälschten Gutscheinen und einer Fake-Webseite sind am 5. Oktober in über 20 Städten Attac-Gruppen als VertreterInnen von "Sparbucks" auf die Straße gegangen. Der Café-Konzern trickst sich seit Jahren am Fiskus vorbei, fährt aber prächtige Gewinne ein. Attac fordert: Gesamtkonzernsteuer jetzt! Und die rechtmäßigen Steuern nachzahlen könnte Starbucks eigentlich auch ... Zur Aktion (mit Video, Fotos und Presseresonanz)  Zur Fake-Webseite www.sparbucks.de

Mit einer Nacktaktion vor dem Bundeskanzleramt hat Attac am 5. September 2013 gefordert, den Steuertricksereien multinationaler Konzerne einen Riegel vorzuschieben und eine Gesamtkonzernsteuer (Unitary Tax) einzuführen.