Logo G8-Proteste Attac Japan
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Unsere Freunde von Attac Japan haben uns letztes Jahr in Heiligendamm besucht - nun fährt eine Delegation von Attac D nach Japan. Attac Japan bringt sich stark in die Vorbereitung der G8-Protestaktionen 2009 ein und freut sich, von unseren Erfahrungen profitieren zu können. Aufgrund der weiten Entfernung mobilisiert Attac D nicht zu diesen Gipfelprotesten. Allerdings wird eine Delegation von drei Mitgliedern des Attac-Koordinierungskreises vor Ort sein, für Anfragen zur Verfügung stehen und online über die aktuellen Ereignisse berichten (siehe unsere "G8-Blog und -Radio"-Seite). Als Teil des internationalen Protestspektrums werden sie am Alternativgipfel, dem Peace-March und dem Attac-Vernetzungstreffen teilnehmen.

G8-Blog und -Radio unserer Japan-Delegation

Übersicht der G8-Protest-Aktivitäten in Japan und Deutschland

Presseberichterstattun

 

Das Ereignis, das weltweit bewegte und in Deutschland Medienthema Nr. 1 war: Der G8-Gipfel, sein Hochglanz, seine Idiotie, seine Gegner. Die G8 ist der Club aus acht mächtigen Regierungschefs, die sich zu Königen der Welt aufschwingen, und ein einflussreicher Wegbereiter der neoliberalen Globalisierung. Kritische Menschen hier zu Lande und weltweit wissen: wir wollen eine andere Welt möglich machen! Und haben den Gipfel genutzt, den 8 Häuptlingen den Protest von 80.000 WeltbürgerInnen entgegen zu stellen.

Seattle – Genua – Heiligendamm: Attac hat diesen Meilenstein des globalisierungskritischen Protestes von langer Hand vorbereitet. Schon Anfang 2006 starteten die Vorbereitungen, ein breites gesellschaftliches Protestbündnis zu schmieden. Zum Schluss waren sie alle dabei: Kirchen und Antifa, Friedens- und Umweltbewegung, Parteien und Gewerkschaftsjugend ... Wir waren gekommen, um zu bleiben und um friedlich zu demonstrieren – und die Aktionen waren groß und bunt und schön. Attac hat KünstlerInnen geladen, Konzerte veranstaltet, die Demo und den Alternativgipfel und vieles mehr mitgestaltet. Attac hat G8-Sonderzüge eingesetzt, bundesweit lokale Infos und Aktionen durchgeführt, Veranstaltungen wie die Klimakonferenz McPlanet.com organisiert.

Attac wurde für seinen Einsatz hoch gelobt. Mit Stolz blicken wir auf einen Glanzpunkt außerparlamentarischer Bewegung, die es in dieser Breite – und mit dieser öffentlichen Sympathie – noch nicht gegeben hat. Wir sind gut gerüstet, mit erweiterter Kraft unsere politischen Freiräume auszufüllen.

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Gegen den G8-Gipfel, der vom 6.-8. Juli in Gleneagles (Schottland) stattfand, gab es vielfältige Proteste: Bereits am 2. Juli demonstrierten in Edinburgh mehr als 200.000 Menschen unter dem Motto „Make Poverty History“ (Lasst Armut zur Geschichte werden). Während des Gipfels zeigten Tausende mit einem Gegengipfel sowie mit Blockaden und weiteren Demonstrationen, dass sie sich mit dem viel zu kurz gegriffenen Entschuldungsvorschlag der G8 keinesfalls zufrieden geben.

mehr Infos
 

Attacies hatten in Evian in vielfältiger und friedlicher Weise ihren Protest zum Ausdruck gebracht und beteiligten sich u.a. an der Blockadeaktion der Schnellstraße von Genf nach Evian, auf der die MitarbeiterInnen des Gipfeltreffens anreisen sollten. Weit mehr als 100.000 Menschen besuchten die Demonstrationen am Genfer See. Ca. 1000 Aktivisten reisten mit dem von Attac organisierten Zug an. Einige Tage vorher beteiligten sich rund 200 Menschen an der Badeaktion: “G8 schwimmt oben auf - der Rest der Welt geht baden.“ Die Teilnehmer der Aktion symbolisierten mit Badeinseln (G8-Staaten) und Badekappen (die restlichen Staaten) die Anmaßung der G8 als Weltregierung.

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In Genua protestieren 150.000 Menschen gegen den G8-Gipfel; aus Deutschland sind über 1000 DemonstratInnen angereist, auch Attac hat Busse organisiert. Polizisten erschießen den Italiener Carlos Guiliani. Durch die umfangreiche Berichterstattung wird Attac einer breiteren Öffentlichkeit bekannt und verzeichnet rapides Mitgliederwachstum. Während des Weltwirtschaftsgipfels in Genua demonstrieren über 250.000 Menschen größtenteils friedlich gegen die Politik der G8. Es kommt zu brutalen Übergriffen der Polizei, durch die ein Demonstrant getötet wird. Attac verurteilt den Einsatz von Schusswaffen gegen Demonstranten aufs Schärfste und fordert die Einsetzung einer Untersuchungskommission und von der G8 eine radikale Neuordnung des internationalen Finanzsystems.

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