Aktionsbündnisse und weitere Links

Netzwerk Gerechter Welthandel

In den vergangenen Jahren ist die zivilgesellschaftliche Bewegung gegen die Handelsabkommen TTIP und CETA stetig gewachsen. Im Laufe der Zeit hatten sich mehrere Bündnisse mit teilweise parallelen Strukturen entwickelt. Am 26. April 2017 schlossen sich das Bündnis "TTIP Unfairhandelbar", der Trägerkreis der "CETA & TTIP stoppen!"-Demonstrationen und der deutsche Teil der selbstorganisierten Europäischen Bürgerinitiative zum "Netzwerk Gerechter Welthandel – Gemeinsam gegen neoliberale Handelspolitik" zusammen. Auf dieser Ebene sollen fortan Aktivitäten zur Kritik der handelspolitischen Agenda von EU-Kommission und Bundesregierung miteinander ausgetauscht und koordiniert werden.

Im Dezember 2013 fand auf Einladung des Seattle to Brussels Networks, des Europäischen Attac-Netzwerkes, Friends of the Earth Europe, TNI, CEO und anderer Gruppen ein erstes Treffen europäischer zivilgesellschaftlicher Organisationen in Brüssel statt, um eine EU-weite Koalition gegen TTIP aufzubauen. Die Koalition hat ein gemeinsames Statement erarbeitet, das von weiteren Gruppen unterzeichnet werden kann. Im Juli ist das nächste EU-weite Treffen geplant. Über eine internationale Mailingliste und Telefonkonferenzen gibt es einen engen Kontakt zu den Protestbewegungen in den USA. Mitte März gab es zeitgleich und ortsnah zur offiziellen vierten TTIP-Verhandlungsrunde in Brüssel ein erstes transatlantisches Treffen der TTIP-KritikerInnen. Neue Veröffentlichungen und Informationen werden auf der Seite bilaterals.org eingepflegt. Als zentrales Bündnis auf us-amerikanischer Seite gilt die Citizens Trade Campaign, für Kanada das Council of Canadians.

Ein Bündnis aus 50 Organisationen hat in einem vierjährigen offenen Prozess Grundlagen und Handlungsvorschläge für eine alternative Handelspolitik entwickelt (dt. Übersetzung), die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Menschenrechte, menschenwürdige Arbeit, soziale und ökologische Ziele sind nicht verhandelbar; Demokratie, Selbstbestimmungsrecht von Gemeinschaften und flache Hierarchien werden als Grundlage einer selbstbestimmten Gesellschaft festgeschrieben. Handels- und Investitionspolitik hat diesen Vorrang anzuerkennen.

Weitere empfehlenswerte Links

Bündnismaterialien