10 MILLIARDEN WERDEN SATT - OHNE TTIP

Ab dem 16. April im Kino

Der Regisseur Valentin Thurn führt uns überzeugend vor Augen, dass Industrialisierung und Export in der Landwirtschaft weiterhin massiv steigen sollen. Doch der globalen Hungerbekämpfung ist damit keinesfalls geholfen!
Auch die Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP und CETA, die die EU mit den USA und mit Kanada plant, werden die Industrialisierung fördern. Sogenannte "Handelshemmnisse" sollen abgebaut werden. Aus Sicht der Agrarkonzerne zählen dazu unprofitabler Verbraucherschutz und Umweltstandards, die mit TTIP oder CETA beidseitig anerkannt werden sollen.
Selbst wenn der Import von Produkten wie dem bekannt gewordenen Chlorhühnchen oder Hormonfleisch verboten bliebe, geraten unter dem größeren Wettbewerbsdruck Verbraucher-, Tierschutz- und Umweltstandards unter massiven Druck. Größere Märkte führen zu erhöhtem Wettbewerbsdruck und in der Folge zu größeren Konzernen und zu immer billigeren Produktionsformen. Der Druck Schutzstandards, die mühsam errungen wurden, abzubauen, wächst.

Zur offiziellen Seite des Films

So stünden unter anderem einige Herkunftssiegel zur Förderung der regionalen Landwirtschaft oder die Nulltoleranz für genmanipulierte Agrarprodukte auf dem Spiel. Nicht zu schweigen von den Schwierigkeiten, die TTIP oder CETA für den weiteren Ausbau, für die eigentlich dringend nötige Besserung von Standards bedeuten würde!
Mit TTIP würden sich politische Entscheidungen über die Zukunft der Landwirtschaft und die Lebensmittelqualität künftig stärker nach Konzernen richten, nicht aber nach Bäuerinnen, Bauern und VerbraucherInnen. Kein Wunder, dass Handelsabkommen wie TTIP und CETA die Verdrängung bäuerlicher Landwirtschaft weiter verschärfen und damit letztlich den Hunger fördern statt zu bekämpfen.

Filmkooperation mit Attac

Der neue Film von Valentin Thurn: "10 Milliarden - wie werden wir alle satt?" kommt am 16. April 2015 in die Kinos. Der Regisseur Valentin Thurn wird eine Kinotour durch verschiedene Städte in ganz Deutschland unternehmen. Attac begleitet die Tour und lokale Premieren teilweise mit eigenen Infoständen und Diskussionsveranstaltungen.

Attac mit dabei auf Tour in:

  9.04., 19h30 - Stuttgart, Delphi
12.04., 11h30 - Nürnberg, Casablanca
12.04., 15h00 - Bamberg, Lichtspiel
16.04., 19h45 - Dresden, Programmkino Ost
17.04., 16h30 - Kassel, Bali
20.04., 19h00 - Augsburg, Thalia
24.04., 20h15 - Saarbrücken, Camera Zwo

Info´s und Material zur Premiere unter anderen in Berlin, Darmstadt, Dresden, Düsseldorf, Freiburg, Halle (Saale), Leipzig, Lübeck, Lüneburg, Marburg, Münster, Stuttgart, Wuppertal ...

Regisseur Valentin Thurn

"Wenn wir bei Freihandelsabkommen das Essen wie eine normale Ware behandeln, sind zukünftige Hungerkrisen vorprogrammiert."