Kirchenbanken

Für ChristInnen spannend

Kirchenbanken sind meist als Genossenschaften organisiert und verwalten die Finanzmittel von Privatkunden, Kirchenkreisen, Landeskirchen und kirchlichen Einrichtungen.

Gewinne kommen den Mitgliedern, also den sie tragenden Orden oder kirchlichen Einrichtungen zugute. Auch die Kreditvergabe beschränkt sich auf kirchliche Einrichtungen, beispielsweise für den Bau von Altenheimen, die Restaurierung von Kirchen oder auch eine Fotovoltaikanlage auf einem Kindergarten.

Da diese Banken mehr Einlagen haben als sie an Krediten ausgeben, legen sie das restliche Kapital in Wertpapieren an. Einige kirchliche Banken haben einen Ethikfilter entwickelt, damit auch dieses Geld nach christlichen Prinzipien verwaltet wird. Leider veröffentlichen sie jedoch nur den Filter und nicht die Wertpapiere, die sie nach der Nachhaltigkeitsanalyse kaufen.

Dass Nachhaltigkeitskriterien allein nicht reichen, um problematische Unternehmen zu vermeiden zeigen die von einigen Kirchenbanken vertriebenen Fonds mit wohlklingenden Namen wie „KCD-Union Nachhaltig“, „LIGAPax-Aktien/Cattolico-Union“, oder „Kepler Ethik Aktien“. Dahinter verbergen sich Investitionen in Unternehmen wie BHP Billiton, Nestlé, Vodafone, HSBC, Rio Tinto, Chevron oder Royal Dutch Shell. Kritische Nachfragen können im Einzelfall Klarheit verschaffen.

 

Die beiden Vorreiter

Die KD-Bank für Kirche und Diakonie Dortmund und die Bank für Kirche und Caritas in Paderborn haben sehr umfassendeNachhaltigkeitsfilter für ihre Wertpapieranlagen erstellt, sie legen ihre Ausschlusskriterien offen und nehmen
deren Einhaltung ernst.

Auch diese beiden Kirchenbanken bieten ein Girokonto an und ermöglichen kostenloses Geldabheben an den Geldautomaten aller Volks- und
Raiffeisenbanken.