Bankwechselwoche 29.10.-4.11.2012

Das Aktionsbündnis "Bankwechsel Jetzt", das von Attac initiiert wurde, machte die Weltsparwoche zur Bankwechselwoche mit Aktionen, Veranstaltungen und Infoständen von Lindau bis Hamburg. Hier eine Auswahl der Attac Aktivitäten in der Bankwechselwoche. Die Bündnisaktionen findet ihr auf der Webseite von Bankwechsel Jetzt.

Spar dir das!

Am Vortag des Weltspartages am 30. Oktober hat  das Bündnis „Bankwechsel Jetzt!“ auf die schmutzigen Geschäfte von Großbanken aufmerksam gemacht. In acht Metern Höhe schwebte ein Großbanner über dem Eingang des Commerzbank Towers in Frankfurt. Unter der Überschrift „Spar Dir das!“ prangte auf dem Transparent das Bild eines riesigen geröntgten Sparschweins, in dessen Bauch sich Rüstungsgeschäfte, Geschäfte in Steueroasen und Atominvestitionen versteckten. 

Video der Bankwechselwoche

Krötenwanderung quer durch Deutschland

Mit einer frechen Lichtinstallation ließen wir Kröten aus den Filialen der Großbanken herauswandern. Die Tour startete am 29.10. in Frankfurt/Main. Weitere Stationen sind Berlin, Hamburg und Köln.

29.10. Career Mob beim Recruitment Dinner der Deutschen Bank

(Herzlichen Dank an Giovanni für den Text und Michél für das Video)

Die Aktion fand statt vor dem Berliner Restaurant, in dem die Deutsche Bank versuchte, den Studenten zu indoktrinieren, dass eine Karriere in ihrem Unternehmen erstrebenswert sei. Zugegen waren zufällig auch die unabhängigen "Karriere-BeraterInnen" der BUNDjugend, INKOTA, noya und attac. Sie verstanden es auf subtil-satirische Art und Weise Impulse zu geben, die ggf. gegen eine Laufbahn bei der Deutschen Bomb sprechen. 
 
Ann-Katrin, "Career Consultant" bei der BUNDjugend, gestaltete ein Banner mit relevanten Aspekten, die in keinem Lebenslauf fehlen dürfen. "DEINE KARRIERE FÜR... ATOMKRAFT, HUNGERPROFITE, RÜSTUNG?". Das Banner wurde von einem "Career-Mob" unterschiedlicher Human Resourses Manger (BUNDjugend, INKOTA, noya) lautstark unterstützt: "Brecht die Macht der Banken und Konzerne". 
 
Damit der Career-Mob und das Banner auch tatsächlich Beachtung finden, gaben sich zwei AktivistInnen als VertreterInnen der Deutschen Bank aus (über die Hälfte der Studis dachte tatsächlich das wir von der DB sind!). Nach einer kurzen Begrüßung ("Guten Abend, wir sind von der DB. Schön das Sie hier sind. Lassen Sie sich nicht vom Gebrüll der aufgebrachten Hippies irritieren.") machten sie auf die Inhalte des Banners aufmerksam ("sehen Sie nur was die uns wieder mal vorwerfen: ATOMKRAFT! Pah! Na spätestens seit Fukushima wissen wir doch alle das Atomkraft eine Tod sichere Sache ist, oder?" oder "Zur Kritik der Hungerprofite: Natürlich betreiben wir exzessive Spekulation mit Nahrungsmitteln. Unsere Aktionäre verlangen es so. Das dies aber im engen Zusammenhang mit höheren Preisen steht, was dazu führt, dass sich Menschen in Ostafrika keine Lebensmittel mehr leisten können, ist nun wirklich ein Gerücht. Aber davon können Sie sich auch gern selbst überzeugen: Studien von Oxfam und Foodwatch beweisen Ihnen das Gegenteil!"). Zum Gesprächsabschluss übergaben die AktivistInnen noch einen Bankwechselflyer, der in einem offiziellen Deutsche Bank-Flyer eingeklebt wurde, überreicht ("Hier ist noch ein Programm, das Sie durch den Abend führen wird") 
 
Im Gespräch ernteten die ehrenamtlichen "Karriere-BeraterInnen" mal (un)kritische Blicke, mal ernsthafte Gesichter, mal flog auf, dass sie sich nur als DB ausgaben. Was auf jeden Fall erreicht wurde ist, dass die Studis noch mal mit den Kritikpunkten konfrontiert wurden. JdeR nahm außerdem einen Bankwechsel-Flyer mit zum Dinner. 
 
Besonders positiv war, dass ein Student, der zum ersten mal mit der Kritik der DB konfrontiert wurde, tatsächlich kurz überlegte, ob er überhaupt noch am Dinner teilnehmen möchte! 

30.10. Bankenrundgang in Saarbrücken

Am Nachmittag des Weltspartags 2012 veranstalteten die Koordination Saarländischer Arbeitsloseninitiativen (KSA) und Attac Saareinen kostenlosen „Banken-Rundgang“ ein. Im Rahmen des Rundgangs durch die Kaiser- und Bahnhofstraße in Saarbrücken wurde an sieben verschiedenen Stationen Grundlegendes und Konkretes zur Mitverantwortung von Banken an der weltweiten Krise erklärt. Außerdem wurden Alternativen und konkrete Forderungen zur Regulierung der Finanzmärkte aufgezeigt.

Fotos (Michael Sperlich)

30.10. Mahnwache von Attac Regensburg

Mit einer Mahnwache vor den Filialen der Deutschen Bank und der HypoVereinsbank riefen auch die Regensburger Attacies zum Bankwechsel auf. Thematischer Schwerpunkt war Nahrungsmittelspekulation (deshalb wurde die Commerzbank-Filiale beiseite gelassen). Im Laufe der Aktion wurden fleißig "Krötenflyer" und andere Materialien verteilt, und es gab auch viele interessierte Passanten und -innen (und einige Bankkunden), die mit den AktivistInnen diskutierten. 
 (
Danke an Karl für die Fotos und den Bericht!)

 

30.10. und weitere Termine Bankwechselwoche in Leipzig

In Leipzig stellen Attacies und FreundInnen eine ganze Woche der Aktivitäten selbst auf die Beine. Hier ein Überblick über das großartige Programm. 

Mittwoch, 30. Oktober 2012
20:30 Uhr "Rocken statt Zocken" Konzert von aMUSEment im Plan B - Kulturkaffee , Eintritt für BankwechslerInnen 1€ weniger. 

Donnerstag, 1. November 2012
Aktionen vor Banken in der Innenstadt.

Freitag, 2. November 2012
Aktionen vor Banken in der Innenstadt.

Samstag, 3.11.2012 
13-15 Uhr Straßenaktion "Mitlaufen macht Mitschuldig"
ab 20:00 Uhr Bankwechselparty mit Vortrag, Quiz, Cocktails, 3DJs undundund in der Damenhandschuhfabrik, Eintritt 2,50/Bankwechsler 2 Euro

 

Fotos der Aktionen

01.11. Aktionen in Hamburg Bergedorf

In ihrem Stadtteil hat die attac Gruppe Hamburg-Bergedorf am 1.11. die Commerzbank, die Deutsche Bank und Postbank unsicher gemacht. 

Gegen Nahrungsmittel-Spekulation, Rüstungsfinazierung und Zockerei informierten AktivistInnen zu einem Wechsel zu einer besseren Bank.

Es gab viele Gespräche und viele Menschen waren offen. Anderen war es nur wichtig, ein kostenloses Konto zu haben, egal, was mit dem Geld gemacht wird, schade.