Attac unterstützt Widerstand gegen Castor-Transport

Atom- und Kohleausstieg jetzt / Vorrang für dezentrale Erneuerbare Energien

24.11.2011

Attac unterstützt die Proteste gegen Atomkraft und den Castor-Transport, der am kommenden Wochenende im Wendland eintreffen wird. Gemeinsam mit zahlreichen Bündnispartnern ruft Attac zu der Demonstration und Kundgebung "Gorleben soll leben!" am Samstag in Dannenberg auf und beteiligt sich an der gewaltfreien Sitzblockade mit dem Netzwerk "X-tausendmal quer". Aktive von Attac unterstützen die Proteste außerdem mit einem Aktionsbus im Wendland.

In diesem Jahr hat findet der Castor-Transport vor dem Hintergrund einer besonderen Situation statt: Ein Dreivierteljahr nach Beginn der – weiter anhaltenden – Atomkatastrophe in Fukushima und einige Monate nach dem "halben Atom-Ausstieg" des Bundestags ist die Energiefrage stark umkämpft. Wir demonstrieren wieder, denn es muss sofort Schluss sein mit dem völlig ungeeigneten Atomlager in Gorleben ebenso wie mit der menschenverachtenden Atomindustrie. Und wir demonstrieren dagegen, dass die Energiekonzerne, die mit Atom- und Kohlekraft die Welt an den Rand des Abgrundes gebracht haben, nun mit aller Macht versuchen, auch bei der Energiewende die Weichen für zentrale Großstrukturen zu stellen.

Der Atomausstieg darf zudem keinen Einstieg in die Kohlekraft bedeuten. Daher protestieren in diesem Jahr im Wendland Anti-Atom-, Klimaschutz- und Anti-Kohle-Bewegungen gemeinsam. Es wird oft behauptet, dass jetzt neue Kohlekraftwerke und riesige Überlandleitungen nötig seien. Wir fordern stattdessen eine deutliche Energieeinsparung, Effizienz und Vorrang für dezentrale Erneuerbare Energien. Nur eine Energiewende "von unten" – etwa durch transparente Stadtwerke, Genossenschaften und Bürgerkraftwerke – ist ökologisch, demokratisch und sozial.

Gemeinsam mit Campact und Urgewald setzt sich Attac für einen Stopp der Hermes-Bürgschaften der Bundesregierung für das Atomkraftwerk im brasilianischen Angra ein. Hier bei uns Betroffenheit nach Fukushima zu bekunden und gleichzeitig Atomkraftwerke zu exportieren ist der Gipfel des Zynismus. Bürgschaften für Atomexporte müssen verboten werden.

Attac tritt entschieden für ein uneingeschränktes Demonstrationsrecht und gegen ein "präventives" Verbot einzelner Camps im Wendland ein.

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