Attac-Palaver im Februar 2012: Wasser für Leben, nicht für Profit

Das Alternative Welt-Wasser-Forum FAME, März 2012

27.02.2012

Auf dem Attac Palaver im Februar informierte der Arbeitskreis Wasser und Privatisierung von Attac München über das anstehende World Water Forum und dessen Alternative FAME. Hierzu führte der AK dem interessierten Publikum zunächst den Film "Wasser unterm Hammer" vor, der über Wasserprivatisierungsprojekte unter anderem in Kiel, Berlin und London berichtete.

Ein Schritt, den die BürgerInnen dieser Städte am Ende durch stark angehobene Wasserpreise und dank ausbleibender Investitionen marode Wasserrohrnetze teuer zu bezahlen haben. So findet vielerorts bereits eine Rekommunalisierung der Wasserversorung statt. Die kommunalen Haushalte haben die Verkäufe der Stadtwerke indes für gerade einmal zwei oder drei Jahre entlastet.

FAME 2012FAME: Wasserversorgung im Interesse der Menschen
Um die Privatisierungswelle weiter voranzutreiben, organisieren die großen Wasserkonzerne alle drei Jahre eine kommerzielle Messe (das World Water Forum). Dort präsentieren sie ihre Lösungsansätze, mit denen sie ihre Profite weiter steigern möchten. Gegenpol ist das Alternative Welt-Wasser-Forum FAME (Forum Alternatif Mondial de l'Eau, auf Englisch "Alternative World Water Forum" (AWWF).

Ziel des alternativen Forums, das vom 14. bis 17. März 2012 in Marseille, Südfrankreich, stattfindet, ist, eine konkrete Alternative zum sechsten World Water Forum (WWF) zu schaffen, das vom World Water Council veranstaltet wird. Diese Lobbygruppe ist das Sprachrohr für transnationale Konzerne und für die Weltbank und sie maßen sich fälschlicherweise an, die weltweite Wasserversorgung in ihre Hände zu nehmen.

Bereits seit mehreren Jahren arbeiten die Bewegungen der Zivilgesellschaft zusammen, um einen nachhaltigen, bürgernahen Umgang mit Wasser zu erreichen. Die Aktivisten haben auf Veranstaltungen wie dem Alternativen Forum in Florenz 2003, dem Alternativen Forum 2005 in Genf, dem Alternativen Forum 2006 in Mexico und den Alternativen Forum 2009 in Istanbul Vorschläge und Kampagnen erarbeitet, ebenso als Teil des Weltsozialforums in Porto Allegre, Caracas, Nairobi und Belem. Diese Treffen stärkten die Bewegungen, die daran arbeiten, das Wasser als ein gemeinschaftliches Gut zu bewahren, als Recht für alles Lebende.

(Daniel, AK Presse mit Texten des AK Wasser und Privatisierung)

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Weitere Links

www.fame2012.org