Soziale Rechte

Attac Deutschland lehnt seit seiner Gründung die Privatisierung sozialer Sicherungssysteme ab, weil sie dazu führt, dass mehr Geld auf die Finanzmärkte strömt und dort profitable Anlage sucht. Für die Benutzerinnen und Benutzer der Systeme bedeutet Privatisierung regelmäßig Leistungsverschlechterung und -verteuerung. Daseinsvorsorge ist nicht nur eine öffentliche Aufgabe, sondern muss auch demokratisch unter sehr weitgehender Beteiligung derer gestaltet werden, die darauf angewiesen sind.

Es ist genug für alle da!

Seit  2003 wurde die Arbeit zu Sozialen Rechten in einem Schwerpunkt "Genug für alle" gebündelt. In dessen Grundsatzpapier hieß es:

"Jeder Mensch hat ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum. Das muss sich niemand verdienen, das ist Teil des Menschseins, ist Menschenrecht. Es ist genug für alle da!
Attac will den solidarischen Ausgleich zwischen Starken und Schwachen, Jungen und Alten, Gesunden und Kranken. Wir wollen Sozialsysteme, die allen die notwendige Daseinsvorsorge gewähren und alle Einkommen gemäß Leistungsfähigkeit zur Finanzierung heranziehen. Auch und gerade die Unternehmensgewinne.
Wir wollen eine Welt der globalen Umverteilung zwischen Gewinnern und Verlierern der neoliberalen Globalisierung, mit Schuldenstreichung und einer Weltordnung, die den arm gemachten Ländern eine eigene Zukunft erlaubt."

Attac engagiert sich seitdem intensiv zu vielen Aspekten sozialer Gerechtigkeit: Im Rahmen übergreifender Sozialproteste gegen die Privatisierung der Altersversorgung (Riesterrente) und mit der Kampagne "Gesundheit ist keine Ware" auch gegen die Privatisierung des Gesundheitssystems. Außerdem stehen die Themen Arbeitsverhältnisse und (Erwerbs-)Arbeitslosigkeit, Bürgerversicherung, Globale Soziale Rechte und ganz allgemein Sozialabbau auf der Agenda.

Schwerpunkt der AG "Genug für alle" ist die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen, für das in bundesweiten und internationalen Bündnissen gestritten wird. Die AG "Soziale Sicherungssysteme" beschäftigt sich mit den Bereichen Gesundheitswesen und d Krankenversicherung.  Inhaltlich steht der Aspekt im Vordergrund, dass Gesundheit nachweislich weitgehend von sozialer Gleichheit abhängig ist.

Schwerpunkt der AG "Arbeit fair teilen!" ist die Forderung nach der 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich für untere und mittlere Einkommen sowie vollem Personalausgleich. Die AG engagiert sich innerhalb und außerhalb von Attac dafür, diese Forderung in einer breiten Kampagne zu popularisieren.