Kampagnen bei Attac

Eine bessere Welt fällt nicht vom Himmel – sie muss auf der Straße und in den demokratischen Institutionen hart erkämpft werden. Dafür braucht es Fachwissen, Gestaltungswillen, Ausdauer und die Fähigkeit, aus Erfahrungen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Nicht immer, aber sehr oft macht es auch Spaß, gemeinsam den mächtigen Damen und Herren der neoliberalen Globalisierung einen Strich durch die Rechnung zu machen!

Mit einer Kampagne wollen wir innerhalb eines begrenzten Zeitraums ein konkretes politisches Ziel erreichen. Das funktioniert am besten, indem wir mit zugespitzten Forderungen die Öffentlichkeit informieren und mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen Druck auf die politisch Verantwortlichen ausüben.

Eine strategisch geplante Kampagne beinhaltet verschiedene Elemente und verläuft auf mehreren Ebenen: Wir informieren Menschen und Medien, planen Veranstaltungen zur "ökonomischen Alphabetisierung", konzentrieren die Öffentlichkeitsarbeit auf das Kampagnenziel und bauen über kreative und gut sichtbare Aktionen Druck auf die Entscheidungsträger auf – alles mit dem Ziel, den gesellschaftlichen Diskurs im Sinne des Kampagnenziels zu beeinflussen und eine Verbesserung zu erwirken. Manchmal gelingt es auch nur, eine dramatische Verschlechterung zu verhindern.

Kampagnenziele sind häufig nur ein Zwischenschritt auf dem Weg in eine solidarische Welt – und dennoch bringt uns jede Kampagne unseren Visionen ein Stückchen näher.

Erfolgreiche Attac-Kampagnen der letzten Jahre waren etwa die Durchsetzung der Finanztransaktionssteuer als sinnvolle internationale Regulierungsmaßnahme sowie einige Meilensteine im Kampf gegen die Privatisierung öffentlicher Güter: Die Verhinderung des Börsengangs der Deutschen Bahn, die Abwendung des Cross-Border-Leasings in vielen Städten sowie die Verhinderung einiger Privatisierungsprojekte auf lokaler Ebene. Kampagnen mit konzernkritischem Fokus wie die gegen die vier großen Stromkonzerne, gegen Vodafone, Lidl, die Deutsche Bank oder Starbucks spielen bei Attac ebenfalls eine wichtige Rolle – dabei prangern wir nicht nur konkrete Missstände und üble Geschäftspraktiken an, sondern formulieren Alternativen für ein soziales und ökologisches Wirtschaften.

Bei all dem sind Kampagnen nur ein Aspekt des sehr viel breiter aufgestellten Attac-Repertoires: Bildungsarbeit, Expertise bei der Erarbeitung von Alternativen und die Aktivierung möglichst vieler Menschen, sich persönlich einzusetzen.