Alter Summit


Alter Summit wurde 2012 gegründet. Es ist ein Netzwerk von Organisationen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen aus ganz Europa, die ihre Kräfte vereinen wollen, um sich dem Europa der Troika und der erzwungenen Kürzungspolitik, dem Europa des Rassismus, der Nationalismen und des Patriarchats sowie der Politik für Banken und multinationale Konzerne zu widersetzen, um eine echte Demokratie aufzubauen. „Alternativen existieren. Was heute fehlt, ist ein Kräfteverhältnis, mit dem diese Alternativen auch realisiert und politische Prozesse in Gang gesetzt werden können“. (Aufruf von 2012)

2013 haben sich mehr als 1.000 AktivistInnen und VertreterInnen von Organisationen aus über 20 Ländern Europas in Athen versammelt. Das wichtigste Ergebnis dieses Gipfels ist das Manifest von Athen; außerdem wurde in mehreren thematischen Versammlungen dort über Bewegungsstrategien diskutiert.

Das Manifest enthält die wichtigsten gemeinsamen Forderungen der Mitgliedsorganisationen:

  • Den erzwungenen Schuldendienst beenden!
  • Für ein ökologisches und soziales Europa: Kürzungsprogramme zurücknehmen!
  • Rechte für alle: Nein zur Armut und Unsicherheit!
  • Für eine demokratische Wirtschaftsordnung: Banken müssen dem Gemeinwohl dienen!


Die gemeinsamen Kampagnen und Aktivitäten von Alter Summit haben sich seit 2014 auf drei Ziele konzentriert, welche als die größten Gefahren für unsere sozialen und demokratischen Rechte betrachtet werden:

  • gegen das Transatlantische Investitionsschutz-Abkommen (TTIP)
  • gegen das Europa der Austerität und die Diktatur der Troika, für die Verteidigung und den Ausbau der sozialen und gewerkschaftlichen Rechte
  • gegen das Aufkommen von Rechtsextremismus und Faschismus


In der Folge hat Alter Summit zu verschiedenen Protestaktionen gegen Troika-Politik und "Freihandels"abkommen in Brüssel und Frankfurt aufgerufen.

Anläßlich der Wahlen in Griechenland erklärte Alter Summit : „Der Widerstand der sozialen Bewegungen trägt erste Früchte, auch in politischer Hinsicht. Neue fortschritt- liche Kräfte sind im Entstehen und holen etwas von dem früher verlorenen Boden zurück. Neue Vorschläge könnten zu demokratischen Veränderungen in Europa führen.“

Im Oktober 2015 war Alter Summit aktiv an der Organisation eines Marschs nach Brüssel und anschließender Aktionstage unter dem Motto: „Oxi! Basta! Enough! Bauen wir ein anderes Europa auf! NEIN zu Austerität, Armut, TTIP, Rassismus und Korruption! JA zur grenzenlosen Solidarität!“


Auf der Versammlung in Paris im Dezember 2015 kamen zwei weitere Punkte zur Agenda hinzu:

  • Solidarität mit den Geflüchteten und Migranten
  • Widerstand gegen Angriffe auf die gewerkschaftlichen Rechte


Im Jahr 2016 verfasste Alter Summit einen Aufruf gegen den EU-Türkei-Flüchtlingsdeal und unterstützte die Kämpfe in Frankreich gegen das neue Arbeitsgesetz, indem es zu Solidaritätsaktionen aufrief

"RIGHTS 4 ALL NOW"

Auf der Konferenz im November 2016 diskutierten TeilnehmerInnen aus ganz Europa über Soziale Rechte und Möglichkeiten der Konvergenz der Bewegung(en). Die Abschlusserklärung betont die Universalität Sozialer Rechte und ruft zu Aktionen auf.

Alter Summit hat 2014 beschlossen, den Schwerpunkt seiner Arbeit auf drei Schlüsselthemen zu legen:

1. die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft oder TTIP [das Handelsabkommen zwischen den USA und der EU zur Integration der beiden Wirtschaften,
2. die Troika und die Austeritätspolitik der Europäischen Union,
3. das Aufkommen von Rechtsextremismus.

Ende 2015 kamen als weitere Schwerpunkte hinzu:

4. Solidarität mit den Geflüchteten und Migranten
5. Widerstand gegen Angriffe auf die gewerkschaftlichen Rechte