II.3 Arbeitsblatt: Privatisierung von Krankenhäusern

Das Arbeitsblatt wirft am Beispiel der privatisierten Unikliniken Gießen und Marburg die Frage auf, welche Bereiche marktförmig und welche als öffentliche Güter organisiert werden sollten. Als Gesprächsanlass kann dabei die Karikatur »Im Dienste der Gesundheit« von Thomas Plaßmann genutzt werden. Im Zentrum steht die Methode der Machtnetz-Analyse, mit der sich politische Konflikte visualisieren lassen. Ausgangspunkt bildet ein Zeitungsartikel, der nach rund einem Jahrzehnt auf die Privatisierung zurückblickt (M1) und die beteiligten Akteur_innen einführt. Ergänzt wird er durch Pressemitteilungen von der Gewerkschaft ver.di (M2) der Bürgerinitiative Notruf 113 (M3), der Rhön-Klinikum AG (M4), dem hessischen Wissenschaftsminister (M5) sowie der Arbeitsgemeinschaft Hochschulmedizin (M6). Anschließend bietet ein Bericht der Frankfurter Rundschau über die Zehn-Jahres-Bilanz im hessischen Landtag (M7) die Möglichkeit, die parteipolitischen Positionen mit den zuvor erarbeiteten Interessen zu vergleichen. Abschliessend schlägt ein Interview mit dem Philosophen Michael Sandel (M8) den Bogen hin zur allgemeinen Frage nach den Grenzen des Marktes.