I.6 Arbeitsblatt: Handel zwischen EU und Westafrika (EPA)

Das Arbeitsblatt widmet sich dem im Vergleich zu TTIP wenig beachteten EPA (Economic Partnership Agreement)  zwischen der EU und dem ECOWAS-Verbund westafrikanischer Staaten. Im Zentrum steht dabei die Frage von Milchprodukten, also die Überproduktionskrise in der EU, die mittels Export von Milchpulver gelöst werden soll und so die Stabilisierung lokaler Märkte in Westafrika untergräbt. Zunächst werden der Kern des Konflikts sowie zentrale Akteur_innen mittels eines fiktiven, aber realitätsnahen Zeitungsberichts über einen EU-Afrika-Gipfel (M1) analysiert. Anschließend erarbeiten die Lernenden im Rahmen eines Gruppenpuzzles anhand von Originalquellen die Interessen dieser Akteur_innen. Auch diese Quellen stehen für den bilingualen Unterricht auf Englisch zur Verfügung.
Im Einzelnen sind dies der westafrikanischer Staatenbund ECOWAS (M2), ein Netzwerk westafrikanischer Bauernorganisationen (M3), die Europäische Kommission (M4), eine Europäische Großmolkerei (M5), ein Europäischer Molkereiverband (M6) sowie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in Kooperation mit Misereor (M7). Anschließend treffen sich die Vertreter_innen der einzelnen Gruppen wieder in Stammgruppen und sollen dort einen Kompromiss finden. Abschließend werden die Kompromisse, die in den Gruppen erarbeitet wurden, mit der realen Entwicklung anhand eines Artikels der NGO Germanwatch (M8) verglichen. Und schließlich wird auch hier angeboten, den analysierten Konflikt in Form einer Statue darzustellen und zu bearbeiten.