Was ist gerecht?

Ein zentraler Punkt bei der Frage »Wie wollen wir zusammen leben?« ist das Thema Verteilungsgerechtigkeit. Dabei geht es um weit mehr als nur um die Sicherung der eigenen Existenz. Es geht um Lebensqualität, Partizipation und um Anerkennung unterschiedlicher Voraussetzungen und Bedürfnisse. Im Bemühen um eine möglichst gerechte Verteilung materieller Güter und immaterieller Rechte drückt sich letztlich die Anerkennung der Gleichwertigkeit eines jeden Menschen aus.

Die vorliegenden Unterrichtseinheiten sollen Kinder und Jugendliche an die Thematik heranführen und das Nachdenken über Verteilungsgerechtigkeit ermöglichen und fördern. Sie bieten verschiedene Herangehensweisen und Problemstellungen, um verschiedene Aspekte reflektieren und diskutieren zu können:

  • In der Einheit Teilen – wie geht das? geht es um die Erarbeitung verschiedener Teilungsvarianten. Denn dies ist die Voraussetzung, um differenzierte, der Situation angemessene Lösungen entwickeln zu können.
  • Die Einheit Wie viel ist gerecht? thematisiert, wie angemessen mit begrenzten Ressourcen umgegangen werden kann.
  • Gegenstand der Einheit Wieso dürfen die und ich nicht? ist der Einfluss unterschiedlicher Voraussetzungen und Bedürfnisse auf das individuelle Gerechtigkeitsempfinden.
  • Ziel der Einheit Dann ändern wir halt die Regeln! ist die Hinterfragung zufällig und ungleichmäßig verteilter Privilegien und die Erarbeitung neuer Verteilungsregeln.
  • Schließlich wirft die Einheit Wer soll das bezahlen? die Frage auf, inwieweit persönlicher Besitz auch eine gesellschaftliche Verantwortung bedeutet.

Insbesondere die letzten beiden Einheiten führen dabei an die Themen Armut und Reichtum, gesellschaftliche Verteilungsmechanismen und politische Entscheidungsfindung heran.

In Kooperation mit dem Humanistischen Landesverband Berlin-Brandenburg