Armin Paasch: Weltagrarhandel - Ausweg aus der Hungerkrise?

Der grenzüberschreitende Handel mit landwirtschaftlichen Produkten hat sich seit Anfang der achtziger Jahre verdoppelt. Hauptmotor der Globalisierung in der Landwirtschaft ist die subventionierte Überproduktion in den USA und der EU und das Duell dieser Agrargiganten um ausländische Absatzmärkte. Über die Weltbank, den Internationale Währungsfonds (IWF) und die Welthandelsorganisation (WTO) haben sie die Entwicklungsländer zugleich gedrängt, ihre Märkte zu öffnen und damit den Konkurrenzdruck besonders auf die dortigen Kleinbauern erhöht. Von gewachsenen Exportchancen haben diese auf der anderen Seite kaum profitiert. Ob eine Liberalisierung des Agrarhandels für Entwicklungsländer einen Ausweg aus Hunger und Armut bietet, ist vor diesem Hintergrund zweifelhaft. Nichtregierungsorganisationen (NRO) kritisieren, der Liberalisierungsdruck unterminiere staatliche Spielräume das Menschenrecht auf Nahrung umzusetzen.

22.08.2005

Auf 12 Seiten gibt Armin Paasch einen Überblick zu der Entwicklung des Weltagrarhandels seit den 80er Jahren, erläutert die Problematik von Dumping und diskutiert die Rolle von Agrarexporten für die Hungerbekämpfung. Außerdem geht er auf die laufenden WTO-Verhandlungen und die letzten EU-Agrarreformen ein. Für EinsteigerInnen und "Fortgeschrittene" gleichermaßen interessant.

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