Einzelansicht
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| Titel: | Auf der Suche nach dem Neuen im Alten |
| Typ | Seminar |
| Kategorie | Alternativen |
| ReferentIn | Benni Bärmann, Stefan Meretz |
| Ort | H 2038 |
| Zeit | So 09.30 - 11.00 |
| Kurzbeschreibung |
| Eine neue nachkapitalistische Gesellschaft wird allen drei Bedeutungen des Wortes "Aufhebung" entsprechen müssen: 1. Sie wird den kapitalistischen sozialen Betriebsmodus abschaffen 2. Sie wird ausgewählte Ergebnisse des Kapitalismus übernehmen 3. Sie wird eine bessere Organisation der Produktion und Reproduktion finden. Hier konzentrieren wir uns auf das Neue, allerdings nicht als völlig Unbekanntes, sondern als Bereiche, die bereits heute existieren, aber von der herrschenden Logik nur wenig erfasst werden. Dieses Neue nennen wir Keimformen. Diese müssen für das Alte funktional und gleichzeitig ihm fundamental entgegengesetzt sein. Sie können in der Verwertungslogik des Alten existieren, basieren aber gleichzeitig nicht auf ihr. Wir wollen grundsätzlich die Frage stellen, wie Gesellschaftsformen einander überhaupt ablösen können und anhand von Beispielen vorstellen, was Keimformen sein können und was jeweils ihre Widersprüchlichkeit ausmacht. Stichworte: Freie Software und Kultur, Peer-Produktion, Commons. |
| Beschreibung |
| Sie wird den kapitalistischen sozialen Betriebsmodus /abschaffen/; (2) sie wird ausgewählte Ergebnisse des Kapitalismus /übernehmen/; (3) sie wird eine /bessere Form der Organisation/ des gesellschaftlichen Produzierens darstellen. Emanzipatorische Bewegungen müssen alle drei Aspekte angehen, um den Kapitalismus aufzuheben. Bislang steht das "Abschaffen" im Vordergrund, was auch angesichts der Verheerungen, die der Kapitalismus weitweit anrichtet, nachvollziehbar ist. Was jedoch übernommen und neu organisiert werden muss, wird wenig belichtet. Dabei kann eigentlich schnell klar werden, dass es nicht um tatsächliches "Neues" im Sinne eines völlig Unbekannten geht. Sondern das Neue bildet sich bereits im Kapitalismus heraus. Allerdings existiert es bislang in Bereichen, die vom kapitalistischen Betriebsmodus nicht oder nur wenig erfasst wurden. Das in Nischen existierende Neue nennen wir Keimformen. Keimformen müssen zwei Eigenschaften haben: Sie müssen für das Alte funktional und /gleichzeitig/ ihm fundamental entgegengesetzt sein. Das bedeutet, dass Keimformen in der Verwertungslogik des Alten existieren können, gleichzeitig aber nicht auf der Verwertungslogik basieren, sondern durch andere Formen der sozialen Organisation und Produktion gekennzeichnet sind. In der Arbeitsgruppe wollen wir zum Einen grundsätzlich die Frage stellen, wie Gesellschaftsformen einander überhaupt ablösen können, wie eine Aufhebung des Kapitalismus also grundsätzlich gedacht werden kann. Zum Anderen wollen wir anhand einer Reihe von Beispielen vorstellen, was Keimformen sein können, wie sie prinzipiell beschaffen sind und was jeweils ihre innere Widersprüchlichkeit ausmacht. Stichworte sind: Freie Software und Kultur, Peer-Produktion, Commonismus. |
| ReferentInneninformationen |
Benni BärmannJg. 1968, ist Softwareentwickler, Spieler, Universaldilletant und Blogger auf keimform.de.Stefan MeretzJg. 1962, ist Ingenieur und Informatiker. Er arbeitet für die Gewerkschaft Ver.di und ist Betreiber der Websites kritische-informatik.de und opentheory.org sowie Blogger auf keimform.de. |





