Rede und Antwort - Parteien nehmen Stellung zur Finanztransaktionssteuer
Aufzeichnung einer Podiumsdiskussion der Kampagne Steuer gegen Armut am 17. Mai 2010.
Auf dem Podium:
CDU: Ralph Brinkhaus, MdB und Sachverständiger Prof. Christoph Kaserer (TU München)
FDP: Dr. Daniel Volk, MdB
B 90/Grüne: Dr. Gerhard Schick, MdB und Sachverständige Dr. Margit Schratzenstaller (WIFO Wien)
Die Linke: Dr. Axel Troost, MdB und Sachverständiger Detlev von Larcher (Attac)
SPD: Dr. Carsten Sieling, MdB und Sachverständiger Prof. Gustav Horn (IMK)
Moderation: Thomas Fricke – Chefökonom der Financial Times Deutschland
Teil 3
Brinkhaus (CDU): Einführende Stellungnahme der CDU zur Finanztransaktionssteuer (FTS). Offene Fragen bei Wirkung und Effektivität der Steuer. Zur Art der Diskussionsführung.
Sieling (SPD): Einführende Stellungnahme der SPD zur FTS. Lenkungswirkung der FTS und Computerhandel. Höhe des Steuersatzes. (Keine) Auswirkung auf Kleinsparer. Vorreiterrolle der BRD.
Horn (IMK): Finanzmärkte als Quelle von Instabilität. FTS als Teil der Finanzmarktregulierung. Steueraufkommen, Allokationswirkung, Verteilungswirkung.
Teil 4
Volk (FDP): Konflikt zwischen Einnahmeerzielung und Lenkungswirkung. Sorge um Belastung von Anlegern. Gewinnbesteuerung (Bankenabgabe) anstelle einer Transaktionssteuer.
Troost (Die Linke): FTS Baustein zu Finanzierung und Reregulierung. Erhebliches Aufkommen trotz Rückgang des Transaktionsvolumens. Geringe Belastung von Sparern. Deutscher Vorratsbeschluss entscheidend für europäische Einführung der FTS.
v. Larcher (Attac): Bündnis zur Einführung der FTS. Scharfe Kritik an Gegenargumenten. Kleinsparer und Krisenkosten. Aufruf zum Handeln.
Teil 5
Kaserer (TUM): Kritik an Filmspot. Zur Unterscheidung nützlicher und schädlicher Spekulation. Computerhandel. Absicherung von Unternehmen an Derivatemärkten. Wettbewerbsnachteile durch Transaktionssteuern, Standortwettbewerb.
Schick (Grüne): Deutschland überdurchschnittlich von Finanzkrise betroffen, da falschen Argumenten gefolgt. Transaktionskosten auch mit Steuer historisch gesehen niedrig.
Teil 6
Schick (Grüne): Finanzsektor steuerlich privilegiert. Computerhandel und Beschleunigung. Wer trägt die Steuer?
Schratzenstaller (WIFO): Höhe des Steueraufkommens. Vorteile der FTS ggü. Bankenabgabe. Zur Auswirkung auf Realwirtschaft und Volatilität von Kursen.
Brinkhaus (CDU): Sorgsames Vorgehen erforderlich. Rückweisung von Kritik, Kritik am Filmspot.
Teil 7
Horn (IMK): Analogie zur Ökosteuer. Einfachbelastung fundamental begründeter Transaktionen, Mehrfachbelastung von Spekulanten.
Kaserer (TUM): Auswirkung auf Portfolioverwaltung. Verarbeitung mehrdeutiger Informationen durch Finanzmärkte. Nutzen von Spekulationen. Zuhörerreaktionen.
Schick (Grüne): FTS im Kontext der Euro- und Griechenlandkrise.
Teil 8
Schick (Grüne): Klarstellung zum Steueraufkommen.
Troost (Die Linke): Kleinsparer. FTS als Teil der Paketlösung zur Eurokrise.
Schick (Grüne): FTS als Finanzierungsinstrument für die Eurorettung
Brinkhaus (CDU): Maßnahmen zur Finanzmarktregulierung, keine Verengung auf FTS. Verursacher der Griechenlandkrise.
Kaserer (TUM) zu unproduktiver Spekulation und irrationalen Märkten.
Teil 9
Kaserer (TUM): Steuervorteile für private Altersvorsorge überdenken.
v. Larcher (Attac): Kleinsparer und Demagogie. Wen trifft die Steuer? Zwiegespräch mit Brinkhaus (CDU) zu fehlender Gesetzesinitiative der Bundesregierung.
Publikumsbeitrag (Peter Wahl, WEED): FTS zielt automatisch auf unnütze Spekulation. Mittelfristige Volatilität nimmt ab, sinkende Absicherungskosten.
Aufzeichnung: Edda Dietrich
Eine Veranstaltung der Kampagne Steuer gegen Armut



















