Bankenlandschaft

Die Bankenlandschaft in Deutschland - ein erster Überblick

Die meisten Banken sind mĂ€chtig, unĂŒbersichtlich groß, oft mit anderen verbunden und es gibt fast 2000 Kreditinstitute im Land – wie soll sich da eine/r orientieren?

Hilfreich fĂŒr einen Überblick ĂŒber das Bankensystem in Deutschland ist das VerstĂ€ndnis der Drei-SĂ€ulen-Struktur. Demnach stellen die Genossenschaftsbanken mit ĂŒber tausend Kreditgenossenschaften eine SĂ€ule dar, die öffentlich-rechtliche Institute (fast 450 Sparkassen, die Landesbanken und Spezialinstitute) die zweite, sowie 260 Privatbanken die dritte SĂ€ule. Nicht mitgezĂ€hlt sind hier die Filialen der jeweiligen Kreditinstitute.

Die Kampagne zum Bankenwechsel konzentriert sich auf die jeweils bekanntesten Banken dieser SĂ€ulen – damit werden viele Millionen BankkundInnen angesprochen. Wie einzelne Banken bei unseren Kriterien abschneiden, haben wir in einer Ăœbersicht zusammengestellt.

Private GeschÀftsbanken

Deutsche Bank, Commerzbank, Deutsche Postbank (Deutsche Bank-Gruppe), ING-DiBa (ING-Groep, Niederlande) und Unicredit/Hypovereinsbank (Uni-Credit Group, Italien) sind große private GeschĂ€ftsbanken. Es sind besonders die großen Banken, die mit heiklen „Finanzprodukten“ handeln, die massive Lobbyarbeit betreiben und bei denen Investmentbanker atemberaubende GehĂ€lter und Boni kassieren.

Öffentlich-rechtliche Banken

Die meisten Sparkassen sind Anstalten öffentlichen Rechts und in der Hand der jeweiligen StĂ€dte und Gemeinden. Einige Sparkassen sind nicht unmittelbar in öffentlicher Hand (zum Beispiel die Sparkasse Bremen AG, die LĂŒbecker Sparkasse AG und die Hamburger Sparkasse AG (Haspa)). Dazu kommen die Landesbanken, die vor allem von den jeweiligen BundeslĂ€ndern und SparkassenverbĂ€nden getragen werden. Neben ihrem öffentlichen Auftrag, BankgeschĂ€fte und Wirtschaft zu unterstĂŒtzen, sind sie seit einigen Jahren auch im InvestmentgeschĂ€ft tĂ€tig.

Genossenschaftliche Banken

Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Spardabank sind eingetragene Genossenschaften. Die Genossenschaftsbanken sind in RegionalverbĂ€nden organisiert und haben zwei Zentralbanken, die DZ Bank AG und die WGZ-Bank AG. Sie erfĂŒllen einerseits zentrale Servicefunktionen fĂŒr die Genossenschaftsbanken, sind andererseits aber auch national und international als GeschĂ€ftsbanken
aktiv.

Alternative Banken

Wir stellen gesondert die alternativen Banken vor. Diese sind teilweise als Aktiengesellschaften, teilweise als Genossenschaften organisiert. Die GLS Bank, die Triodos Bank, Umweltbank und Ethik-Bank ordnen ihre GeschĂ€ftspolitik ausdrĂŒcklich nicht nur AktionĂ€rsrenditen, möglichen ZinsertrĂ€gen oder niedrigen Zinslasten ihrer Kunden unter. Sie haben sich strenge Regeln gegeben,
nach denen sie ihr BankgeschÀft nachhaltig, menschlich und umweltvertrÀglich gestalten wollen.

Schattenbanken

Etliche Finanzmarktakteure fallen nicht unter die Regeln, die fĂŒr Banken gelten. Das sind beispielsweise Hedgefonds, Private Equity Fonds, andere Fonds- und Zweckgesellschaften; auch private Finanzmittler spielen eine Rolle. Viele Banken haben ihrerseits eine große Zahl verschiedener Fondsgesellschaften gegrĂŒndet, die auch solche FinanzgeschĂ€fte tĂ€tigen können, die einer Bank untersagt sind. Am Rande der Regulierung existiert ein regelrechtes Schattenbankensystem.

Exkurs: Versicherungen - Besser nicht Allianz versichert!

Die Allianz ist zwar keine Bank, aber verschiebt als einer der grĂ¶ĂŸten Versicherungskonzerne der Welt so einige Kröten. Mit ihrer Investmentsparte Pimco spielt die Allianz weltweit ganz vorne im InvestmentbankgeschĂ€ft mit. Viele Menschen, die Risikokapital-Lebensversicherungen abschließen oder einen Riestervertrag haben möchten, stehen vor der Entscheidung, zur Allianz zu gehen oder nicht. Unser Rat ist eindeutig: Besser nicht!

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