Programm für die Aktionsakademie 2017

An dieser Stelle findet Ihr die a) das Abend- und Kulturprogramm, dann b) die  tabellarisch Programmübersicht (auch als PDF) und c) das ausführliche Workshopprogramm (zum "Ausklappen)

Abend- und Kulturprogramm (leider doch OHNE Yoga)

Das bereits angekündigte Yoga-Angebot muss leider ausfallen. Sorry...

Mittwochabend: Begrüßung und Videoshow „Aktionen der Welt“

Am Begrüßungsabend bekommen Ihr eine Einführung in die diesjährige Aktionsakademie und könnt einige der Referent_innen schon mal kennenlernen. Nicht fehlen darf natürlich die Videoshow von Marc Amann: Unterhaltsam, berührend und motivierend, mit vielen Anregungen für den eigenen Aktivismus, stellt er uns gelungene kreative Aktionsformen mit Beispielen aus verschiedenen Ländern vor.

Donnerstagabend: G20? - Protest!

Was passiert eigentlich Anfang Juli in Hamburg, wenn die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Wirtschaftsnationen (genauer: EU plus 19 Nationen) zu ihrem Gipfel in die Stadt kommen. Vertreter_innen aus den verschiedenen Arbeitszusammenhängen berichten über den Stand der Planungen zu den Camps, dem Alternativgipfel, der BlockG20-Massenaktion und der Großdemo.

Freitagabend: Plenum/Fishbowl „Wohin mit der Wut?“

Jede/r kennt das: Von Zeit zu Zeit überkommt uns im politischen Aktivismus der Stress, die Frustration, das Gefühl der Hilflosigkeit oder die scheinbare Erkenntnis, dass das doch eh alles nix bringt. Auslöser kann vieles sein: Misslungene Aktionen, Ärger mit Mitstreiter_innen, Generve mit der Polizei oder die Ablehnung und Anfeindungen, die uns viel zu oft entgegenschlagen - obwohl wir doch die Guten sind. Damit solche Phasen nur Phasen bleiben, müssen wir mal darüber reden.

Samstagnachmittag: Markt der Möglichkeiten - Stellt Euer Projekt vor!

Am Samstag wollen wir einen Markt der Möglichkeiten organisieren. Er steht und fällt damit, das IHR Euer Projekt, Eure Gruppe, Eure Kampagne, Eure Aktionsidee vorstellt.
Viele Tische und Eckchen mit kleinen Präsentationen, Fotocollagen, Laptops mit Filmchen etc pp. - Seid dabei und macht was draus.

Samstagabend: Party!

Nach gelungener Abschlussaktion und (fast) am Ende einer tollen Aktionsakademie wird natürlich gefeiert. Wir planen eine Mischung aus Live-Musik, Percussion-Performance und Musik aus der Dose.

  • Politische Reggae-Sounds mit Chris Toppa, hier ein paar Einstimmungen:

- Long Time: https://www.youtube.com/watch?v=VtPkcBYmS5c

- I Will Not Get Up: https://www.youtube.com/watch?v=Qg-UsprLOhs

  • Percussion/Djembe-Impro zum Mitmachen
  • Mucke zum Tanzen aus der Dose

 

Die Programmübersicht als Tabelle

Mittwoch - 17 Uhr - 18:30 Uhr

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Lebensmittel retten

Referentin: Maria-Luisa (Attac)

Du bist, was Du isst - und wie Du isst?! Lebensmittel zu retten (oder erst gar nicht in Gefahr zu bringen), ist nicht nur eine politische Aktion, sondern oft auch ein ganzer Lifestyle. Der Schwierigkeitsgrad kann variieren: Vom Organisieren von Lebensmitteltauschpunkten, solidarischer Landwirtschaft oder dem nicht immer ganz legalem Verwerten von eigentlich schon dem Müll überantworteten Waren aus dem Supermarkt - Lebensmittel retten hat mehrere Ebenen.

Basics 1:Aktionen anmelden - oder auch nicht

Referent: Boris Loheide (Attac-Aktionsunterstützer)

Politische Aktionen im öffentlichen Raum müssen nach dem Versammlungsgesetz angemeldet werden. Das gilt auch für sogenannte "Spontandemos". Wie und wann mensch das macht, was das bedeutet, wann Ihr eine Versammlung als Anmelder besser auflöst - und wann Ihr besser gar nicht erst anmeldet - das erfahrt Ihr in diesem Workshop. Wir freuen uns auf Eure Erfahrungen mit Anmeldungen und Nicht-Anmeldungen.

Schnell, schneller... Flashmob: Theorie und Praxis

Referent: Stephan Kettner (Aktionsakademie)

Unangemeldet zusammenfinden (organisiert oder nur lose verabredet), Lärm machen, Botschaft hinterlassen - und wieder verschwinden. Der Flashmob (oder auch "Smartmob") ist eine der moderneren Protestformen und basiert auf Überraschung, Irritation und ein wenig "Ungehorsam". Was einen guten Mob ausmacht und wie Ihr ihn organisiert und durchzieht, das erfahrt und erarbeitet Ihr hier.

Donnerstag 9:30 Uhr - 13:00 Uhr

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Demotech: Demounits bauen

Referentin: Kiki (Attac Aachen)

Wer sie kennenlernt, ist eigentlich immer begeistert: Leicht, stabil, schnell zusammengelegt und einfach zu transportieren - geeignet als Aufsteller, Bannerhalter oder für das getragen-werden auf Demos: Demounits von Demotech.

Als Low-tech Design zeichnen sie sich dadurch aus, dass sie mit einfachsten Materialien und simplen Techniken erstellt werden: Bambusstangen, Drähten/Schnüren und gewinkelten Metalstäben, die man einfach zusammenstecken kann. Bei diesem Workshop lernen wir eine Demo-Unit zu produzieren. Jede Gruppe vor Ort sollte eigentlich mindestens eine haben. :-)

Schnupperklettern / Freies Klettern: An Bäumen & Pfälen

Referent_innen: Thomas, Erik - Aktive aus der Aktionskletterszene

Vorsicht: Keine wirklich feste Zeitstruktur

Banner an unzugänglichen Stellen anbringen, Bäume besetzen, um sie vor der Abholzung zu bewahren oder Transportwege z.B. von Atomtransporten blockieren - Klettern ist für effektive politische Aktionen nutzbar.

Beim Schnupperklettern könnt ihr gesichert an einem Seil in einen Baum klettern, über eine Seilbrücke in einen anderen Baum wechseln und euch von diesem abseilen. Alles geschieht mit Hilfe von Klettergurten, Seilen, Karabinern und Schlingen und unter Anleitung und Aufsicht von Aktionskletter*innen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Ziel des Schnupperkletterns ist nicht der Erwerb von Kletterkompetenz, sondern Spaß zu haben und einschätzen zu können, ob mensch anschließend zu einem 5-tägigen Aktionskletterkurs für Anfänger eingeladen werden möchte. Es liegt eine Liste aus, in die Interessent-*innen ihre e-Mail-Adresse eintragen können.

Zum Schnupperklettern müsst ihr nicht pünktlich erscheinen. Kommt einfach irgendwann während der Workshopphase dazu, im Idealfall, wenn gerade wenig Andrang ist.

AktionskletterInnen mit abgeschlossener Ausbildung können gerne frei herumklettern, üben und sich austauschen, sofern sie die Schnuppernden nicht stören.

Adbusting: Werbung jagen und verändern

Referent: Johannes, Aktionstrainer und begeisteter Adbuster

Die Welt ist voll von nerviger Werbung und fiesen Botschaften noch fieserer Konzerne. Eine weltweite Bewegung versucht diesem Overkill entgegenzuwirken und die kommerziellen Botschaften sinnvoll
"umzugestalten". Wie kannst du durch kleine aber feine - oder auch große - Veränderungen, Werbung eine neue Bedeutung verleihen oder sie sogar komplett umkehren?

Im Praxisteil machst Du es! Ebenso warten Grundlagen der Kommunikationsguerilla auf Dich und Du erfährst etwas über Deine eigene Bereitschaft, mit Guerillabotschaften in die Öffentlichkeit zu gehen.

Sambatrommeln: Renitente Rhythmen

Referent_innen: Susanne, Ska & Schorse (Rhythyms of Resistance, SambAttac)

Ob um „Latsch-Demos“ aufzupeppen, kreative Aktionen zu unterstützen oder direkte Aktionen und Blockaden zu gestalten, ob um Spaß am Widerstand zu haben oder ob bewusst Rigidem und Repressivem mit Hüftschwung und Power etwas entgegenzusetzen: Samba-Trommeln ist vielseitig einsetzbar! An den Vormittagen lernt ihr die Grundzüge kennen und werdet am Ende selbstständig zwei bis drei Rhythmen spielen. Ein guter Einstieg, um sich auf z. B. auf Protestcamps zu spontanen Samba-Gruppen zusammen zu finden oder sogar vor Ort eine eigene Gruppe zu gründen.

Rebel Clowning: Entdecke den Polit-Clown in Dir

Refernt_innen: Magdoi und Stephan (CIRCA)

Bringt Euch bitte bunte und clowneske Klamotten mit.

Hast du Lust Autoritäten zu veralbern? Magst du extrem lächerliche Abenteuer? Juhu zum Lachen und zur Rebellion!
Schnupperkurs für alle, die Clownerie als Mittel der gewaltfreien direkten Aktion kennen lernen wollen. Inhalte sind viele Spiele (viele) und Übungen rund um Raumwahrnehmung, Gruppendynamik, Fantasie-frei-schaufeln, Improvisation, Selbstironie, die Einladung Eures/er inneren Clown_ins und eben clownesquer Umgang mit Autoritäten.
Außerdem lernen wir die Rebel-Clowns-Army kennen und beschäftigen uns mit vorurteilsfreiem und anti-diskriminierendem Clowning.

Von der Aktion zur Strategie & zurück..

Referent: Marc Amann (Skills for Action, CAMPUS für weltverändernde Praxis !!FB-Link)

Meist reichen einzelne Aktionen nicht aus, um politische Veränderung zu erreichen. Daher sind Strategien, die klären, wie, wo, wann und von wem welche Aktionen eingesetzt werden, so wichtig.

Der Workshop beginnt mit der Frage, welche Idee von sozialem Wandel wir eigentlich jeweils im Kopf haben und welches (Selbst-)Verständnis uns in unserem Aktivismus leitet.

Davon ausgehend lassen wir uns anregen von theoretischen Modellen und beispielhaften Kampagnen, Soziale Bewegungen und deren Strategien: Von der Unabhängigkeitsbewegung in Indien über die Bürgerrechtsbewegung in den USA, Anti-Atom-, Anti-Gentechnik, globalisierungskritische Bewegungund andere.

Damit gelangen wir an Handwerkszeug für die Entwicklung und Planung strategischen Handelns für unsere jeweiligen eigenen Themen und Bereiche, in den wir aktiv sind.

Aktionsfilmchen und Mobiclips: Bewegte Bilder

Referent: Jannik (Filmer)

Bitte bringt Euren (halbwegs flotten) Laptop mit! Bei Apple taugt iMovie als Programm, für Windows gibt's Software vom Referenten.

Videos sind die neuen (bewegten) Bilder - sie sagen mehr als 1000 Worte bzw. Zeichen auf Papier. Mit einem schönen Filmchen lässt es sich besser mobilisieren oder die Aktion im Nachhinein noch gut verbreiten, egal ob viral oder ganz traditionell per Beamer und Leinwand bei der nächsten Saalveranstaltung.

Mobiclips und Aktionsvideos gehören tatsächlich zunehmend zum Standard der Bewegung, 90 Sekunden für Youtube und Facebook sollten grade für größere und aufwendige Aktionen drin sein, zumindest ab und zu.

Wie ihr das hinbekommt, mit Skriptplanung, Dreh, Materialauswahl und Schnitt - ohne an der Technik zu verzweifeln - das erfahrt Ihr von unserem erfahrenen (Aktions)Filmer.

 

 

Politisches Straßentheater

Referent: Emilio Weinberg (Attac Köln, Klimaaktivist, politischer Therapeut)

Politisches Straßentheater ist Politk und Theater. Aufmerksamkeit garantiert. In diesem Workshop wird auf eine Beteiligung am Samstag bei der Aktion hingearbeitet.

Nach einigen spassigen Warming-Up Übungen machen wir ein Rollen-Training: u.a. Rollentausch und Doppeln. Dabei wird auch viel gelacht werden. Gemeinsam wählen wir dann einen politischen Konflikt bzw. ein aktuelles Thema aus.

Mit den Methoden des Forumtheaters oder dem Unsichtbaren Theater nach A. Boal üben wir eine Szene ein, die Ihr am Aktionstag auch aufführen sollt; sofern Lust besteht.

* Im Forumtheater werfen wir Fragen durch „Modellszenen“ auf. Die Zuschauenden können sich in die dargestellten Szenen einwechseln und die Schauspielenden, die z.B. Diskriminierte oder Benachteiligte spielen, ersetzen. Hier geht es um die Antworten auf Fragen: Was würde ich in der dargestellten gespielten Situation tun? Wie können wir durch unsere Ideen und unser Handeln die Szenen verändern?

* Das unsichtbare Theater: Es werden Theaterszenen in der Öffentlichkeit gespielt, ohne dass das Publikum weiß, dass es sich hier um ein inszeniertes Ereignis handelt. Auch hier können / sollen sich die Zuschauenden einmischen.

Donnerstag 14:30 Uhr - 16:00 Uhr

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Schnupperklettern / Freies Klettern: An Bäumen & Pfälen

Referent_innen: Thomas, Erik - Aktive aus der Aktionskletterszene

Vorsicht: Keine wirklich feste Zeitstruktur

Banner an unzugänglichen Stellen anbringen, Bäume besetzen, um sie vor der Abholzung zu bewahren oder Transportwege z.B. von Atomtransporten blockieren - Klettern ist für effektive politische Aktionen nutzbar.

Beim Schnupperklettern könnt ihr gesichert an einem Seil in einen Baum klettern, über eine Seilbrücke in einen anderen Baum wechseln und euch von diesem abseilen. Alles geschieht mit Hilfe von Klettergurten, Seilen, Karabinern und Schlingen und unter Anleitung und Aufsicht von Aktionskletter*innen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Ziel des Schnupperkletterns ist nicht der Erwerb von Kletterkompetenz, sondern Spaß zu haben und einschätzen zu können, ob mensch anschließend zu einem 5-tägigen Aktionskletterkurs für Anfänger eingeladen werden möchte. Es liegt eine Liste aus, in die Interessent-*innen ihre e-Mail-Adresse eintragen können.

Zum Schnupperklettern müsst ihr nicht pünktlich erscheinen. Kommt einfach irgendwann während der Workshopphase dazu, im Idealfall, wenn gerade wenig Andrang ist.

AktionskletterInnen mit abgeschlossener Ausbildung können gerne frei herumklettern, üben und sich austauschen, sofern sie die Schnuppernden nicht stören.

Aktionen gekonnt planen

Referent: Helge Bauer (ausgestrahlt)

Für flüchtige BeobachterInnen sehen gelungene Aktionen spielerisch-leicht aus, sie informieren, erstaunen, bringen zum Lachen, zum Nachdenken oder sie gehen echt unter die Haut. Sie machen sehr oft auch den Beteiligten viel Spaß.
Davor steht aber eine ganze Menge kluger Überlegungen: Wie kommen wir vom politischen Problem zur passenden Aktionsidee? Welche Ziele hat unser Handeln und wie kann eine Aktion zu deren Erreichen wirklich
beitragen? Und wie genau setzen wir das dann um, an was muss alles gedacht werden?

Helge Bauer setzt seit Jahren ganz verschiedene Aktionen um, für ausgestrahlt, Attac, Blockupy oder Anti-TTIP-Bündnisse und bietet Euch eine Einführung in Aktionsplanung für lokale Gruppen und überregional Aktive.

Web 2.0 einsetzen

Referentin: Judith Amler (Attac München)

Facebook und Twitter sind - bei aller Kritik an der Datenkrakerei großer Medienkonzerne - aus dem politischen Aktivismus nicht mehr wegzudenken. Hier bekommt Ihr eine Einführung in das A und O, die Dos und Dont's der Web 2.0-Mobilisierung und -berichterstattung.

Aktionsfotografie A

Referentin: Lisabeth Hoff (Fotografin)

Ein im schlimmsten Fall unscharfes Handyfoto von den Aktiven am Infostand - aufgereiht und lächelnd und mit viel zu viel "Gegend" drumherum. Solche "Aktionsfotos" sieht man noch viel zu häufig und die anderen sind auch oft nicht viel besser. Für eine ordentliche Außendarstellung oder gar das Motivieren zum Mitmachen sind solche Bilder kaum geeignet.

In diesem Nachmittagskurs in zwei Blöcken erfahrt Ihr die Grundlagen der Aktionsfotografie. Im ersten Teil geht es um die Theorie des guten Aktionsbildes und Eurer Möglichkeiten als Fotograf_in.

Skills for BlockG20: Aktionstraining A

Referent: Marc Amann (Herausgeber "go.stop.act!", Trainer, Aktivist)

Fortsetzung im 2. Nachmittagsblock. Komplette Teilnahme ist sinnvoll.

BlockG20 im Juli, Sitzblockaden gegen Nazi-Aufmärsche, Besetzungen von Kohlekraftwerksbaustellen... Die letzten Jahre haben vielfältige Aktionen des gewaltfreien, zivilen Ungehorsams gebracht. Doch solche Aktionen wollen vorbereitet sein. Ihr solltet vorbereitet sein. Aggressive Anwohner, ruppige Polizisten, stressige Situationen, hektische Willensbildung in der Gruppe - wie geht mensch mit sowas um? In diesem Aktionstraining erfahrt Ihr die praktischen Grundlagen von (massenhaften) Aktionen des Zivilen Ungehorsams: Bezugsgruppen, Konsensbildung, Blockadeformen etc.

Basics 2: Banner, Masken & Schablonen gegen Steuertrickser

Referent_innen: Tim (Attacademie-Teilnehmer) und Katy (Aktionsakademie)

Ein paar Standards haben sich bei Protesten einfach durchgesetzt - zu recht. Das traditionelle Banner sorgt für Aufmerksamkeit auf größere Entfernung, das gemeine Demoschild wirkt individuell genauso wie als Kampagnenelement und eine Maske mit Politiker_innengesicht oder Bankiervisage freut Publikum und Fotograf_innen. Und mit einer Schablone und Sprühkreide (was sonst? :-) ) bekommt Ihr Forderungen und Ankündigungen schnell auf Gehwege und Bauzäune.

Halbwegs schnell gemacht ist all das außerdem. Hier erfahrt Ihr alles über die Grundlagen der Gestaltung, benötigte Materialien und den richtigen Einsatz - und übt konkret am Fall "Steuertrickser markieren". Ihr könnt natürlich auch eigene Ideen basteln und malen; auch später noch.

Aufstehen gegen Rassismus: Ausbildung zum/r Stammtischkämpfer_in

Referentin: Jana (Aufstehen gegen Rassismus)

Das Training umfasst alle vier Nachmittagsblöcke am Donnerstag und Freitag.

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskollegen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht.

Hier wollen wir ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! Dabei ist klar: Der Stammtisch ist überall. Aber: Wir sind auch überall und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen die Stimmung beeinflussen und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben. Dazu wollen wir in Trainings uns mit Strategien beschäftigen, die uns ermöglichen, den Parolen der AfD und ihrer Anhänger Paroli zu bieten,

Donnerstag 16:30 Uhr - 18:00 Uhr

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Fremde Veranstaltungen bereichern

Referen_innen: Mitglieder AG-Aktion von Attac

Ein Banner auf der Jahreshauptversammlung von Konzern X entfalten, öffentlichkeitswirksam und mit Inhalt die absurde Preisverleihung des Establishments unterlaufen, einfach nur lautstark Stören oder mit Konfetti um sich werfen... Oder darf es gar eine Torte sein?

Es gibt viele Möglichkeiten, fremde Veranstaltungen zu bereichern. Doch dabei gibt es einiges zu beachten, denn oft ist die Security wachsamer, als mensch sich das wünscht - oder der Saal zu groß, als das eine Handvoll Konfetti hinten links irgendeinen Eindruck macht.

Hier erfahrt Ihr, wie Ihr eine Intervention sinnvoll plant und spielt mit alten und neuen Ideen.

Politevents? - Selber machen!

Referent: Helge Bauer (ausgestrahlt)

Immer höher, schneller, weiter, teurer - finanzstarke Akteure haben in den letzten Jahren den Trend Richtung Materialschlacht gesetzt; mit Sattelschleppern, Großkonzerten und Fahnenmeeren.

Der Referent war selber an der Organisation vielen Politevents beteiligt und findet: Wirklich emanzipatorisch ist das eigentlich nicht. In diesem Workshop geht es um Alternativen zum Bombast - Grassrootsveranstaltung statt Event. Hier bekommt und diskutiert Ihr Ideen, wie das funktionieren kann.

Tanzdemos in Groß und Klein

Referent: Boris Loheide (Attac, Tanzen-gegen-TTIP)

Bewegung in die Bewegung zu bekommen, ist gar nicht so leicht. Die "klassischen" Latschdemos sind wie der berüchtigte Infostand oftmals dröge. Tanzen dagegen ist Energie und Lebensfreude und wirkt oft sehr entwaffnend. Welche Musik dabei läuft, ist fast egal - hauptsache die Menschen bewegen sich.

In diesem Workshops geht es um zwei Formen: Die (aufwändigere) Tanzdemo mit Lautsprecherwagen und Menschenmassen und die kleine Tanzperformance, die irritiert und mitreissen kann, ohne ewig geplant werden zu müssen. Denn es braucht nicht immer Tausende, um die Verhältnisse zum tanzen zu bringen.

Aktionsfotografie B

Referentin: Lisabeth Hoff (Fotografin, Fotokaktivistin)

In diesem Teil geht Ihr los und macht Fotos - z.B. in den anderen Workshops (vorher fragen :-) ). Danach geht es an die Bildauswahl, denn letztlich landen besser nur eine Handvoll Bilder auf Websites und Facebook-Accounts oder gar im Print.

Skills for BlockG20: Aktionstraining B

Referent: Marc Amann (Herausgeber "go.stop.act!", Trainer, Aktivist)

Fortsetzung aus dem 1. Nachmittagsblock. Komplette Teilnahme ist sinnvoll.

BlockG20 im Juli, Sitzblockaden gegen Nazi-Aufmärsche, Besetzungen von Kohlekraftwerksbaustellen... Die letzten Jahre haben vielfältige Aktionen des gewaltfreien, zivilen Ungehorsams gebracht. Doch solche Aktionen wollen vorbereitet sein. Ihr solltet vorbereitet sein. Aggressive Anwohner, ruppige Polizisten, stressige Situationen, hektische Willensbildung in der Gruppe - wie geht mensch mit sowas um? In diesem Aktionstraining erfahrt Ihr die praktischen Grundlagen von (massenhaften) Aktionen des Zivilen Ungehorsams: Bezugsgruppen, Konsensbildung, Blockadeformen etc.

Aufstehen gegen Rassismus: Ausbildung zum/r Stammtischkämpfer_in

Referentin: Jana (Aufstehen gegen Rassismus)

Das Training umfasst alle vier Nachmittagsblöcke am Donnerstag und Freitag.

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskollegen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht.

Hier wollen wir ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! Dabei ist klar: Der Stammtisch ist überall. Aber: Wir sind auch überall und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen die Stimmung beeinflussen und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben. Dazu wollen wir in Trainings uns mit Strategien beschäftigen, die uns ermöglichen, den Parolen der AfD und ihrer Anhänger Paroli zu bieten,

Donnerstag 18:00 Uhr - 19:00 Uhr

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Plenum

Freitag 9:30 Uhr - 13:00 Uhr

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Demotech: Demounits bauen

Referentin: Kiki (Attac Aachen)

Wer sie kennenlernt, ist eigentlich immer begeistert: Leicht, stabil, schnell zusammengelegt und einfach zu transportieren - geeignet als Aufsteller, Bannerhalter oder für das getragen-werden auf Demos: Demounits von Demotech.

Als Low-tech Design zeichnen sie sich dadurch aus, dass sie mit einfachsten Materialien und simplen Techniken erstellt werden: Bambusstangen, Drähten/Schnüren und gewinkelten Metalstäben, die man einfach zusammenstecken kann. Bei diesem Workshop lernen wir eine Demo-Unit zu produzieren. Jede Gruppe vor Ort sollte eigentlich mindestens eine haben. :-)

Schnupperklettern / Freies Klettern: An Bäumen & Pfälen

Referent_innen: Thomas, Erik - Aktive aus der Aktionskletterszene

Vorsicht: Keine wirklich feste Zeitstruktur

Banner an unzugänglichen Stellen anbringen, Bäume besetzen, um sie vor der Abholzung zu bewahren oder Transportwege z.B. von Atomtransporten blockieren - Klettern ist für effektive politische Aktionen nutzbar.

Beim Schnupperklettern könnt ihr gesichert an einem Seil in einen Baum klettern, über eine Seilbrücke in einen anderen Baum wechseln und euch von diesem abseilen. Alles geschieht mit Hilfe von Klettergurten, Seilen, Karabinern und Schlingen und unter Anleitung und Aufsicht von Aktionskletter*innen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Ziel des Schnupperkletterns ist nicht der Erwerb von Kletterkompetenz, sondern Spaß zu haben und einschätzen zu können, ob mensch anschließend zu einem 5-tägigen Aktionskletterkurs für Anfänger eingeladen werden möchte. Es liegt eine Liste aus, in die Interessent-*innen ihre e-Mail-Adresse eintragen können.

Zum Schnupperklettern müsst ihr nicht pünktlich erscheinen. Kommt einfach irgendwann während der Workshopphase dazu, im Idealfall, wenn gerade wenig Andrang ist.

AktionskletterInnen mit abgeschlossener Ausbildung können gerne frei herumklettern, üben und sich austauschen, sofern sie die Schnuppernden nicht stören.

Adbusting: Werbung jagen und verändern

Referent: Johannes, Aktionstrainer und begeisteter Adbuster

Die Welt ist voll von nerviger Werbung und fiesen Botschaften noch fieserer Konzerne. Eine weltweite Bewegung versucht diesem Overkill entgegenzuwirken und die kommerziellen Botschaften sinnvoll
"umzugestalten". Wie kannst du durch kleine aber feine - oder auch große - Veränderungen, Werbung eine neue Bedeutung verleihen oder sie sogar komplett umkehren?

Im Praxisteil machst Du es! Ebenso warten Grundlagen der Kommunikationsguerilla auf Dich und Du erfährst etwas über Deine eigene Bereitschaft, mit Guerillabotschaften in die Öffentlichkeit zu gehen.

Sambatrommeln: Renitente Rhythmen

Referent_innen: Susanne, Ska & Schorse (Rhythyms of Resistance, SambAttac)

Ob um „Latsch-Demos“ aufzupeppen, kreative Aktionen zu unterstützen oder direkte Aktionen und Blockaden zu gestalten, ob um Spaß am Widerstand zu haben oder ob bewusst Rigidem und Repressivem mit Hüftschwung und Power etwas entgegenzusetzen: Samba-Trommeln ist vielseitig einsetzbar! An den Vormittagen lernt ihr die Grundzüge kennen und werdet am Ende selbstständig zwei bis drei Rhythmen spielen. Ein guter Einstieg, um sich auf z. B. auf Protestcamps zu spontanen Samba-Gruppen zusammen zu finden oder sogar vor Ort eine eigene Gruppe zu gründen.

Rebel Clowning: Entdecke den Polit-Clown in Dir

Refernt_innen: Magdoi und Stephan (CIRCA)

Bringt Euch bitte bunte und clowneske Klamotten mit.

Hast du Lust Autoritäten zu veralbern? Magst du extrem lächerliche Abenteuer? Juhu zum Lachen und zur Rebellion!
Schnupperkurs für alle, die Clownerie als Mittel der gewaltfreien direkten Aktion kennen lernen wollen. Inhalte sind viele Spiele (viele) und Übungen rund um Raumwahrnehmung, Gruppendynamik, Fantasie-frei-schaufeln, Improvisation, Selbstironie, die Einladung Eures/er inneren Clown_ins und eben clownesquer Umgang mit Autoritäten.
Außerdem lernen wir die Rebel-Clowns-Army kennen und beschäftigen uns mit vorurteilsfreiem und anti-diskriminierendem Clowning.

Von der Aktion zur Strategie & zurück..

Referent: Marc Amann (Skills for Action, CAMPUS für weltverändernde Praxis !!FB-Link)

Meist reichen einzelne Aktionen nicht aus, um politische Veränderung zu erreichen. Daher sind Strategien, die klären, wie, wo, wann und von wem welche Aktionen eingesetzt werden, so wichtig.

Der Workshop beginnt mit der Frage, welche Idee von sozialem Wandel wir eigentlich jeweils im Kopf haben und welches (Selbst-)Verständnis uns in unserem Aktivismus leitet.

Davon ausgehend lassen wir uns anregen von theoretischen Modellen und beispielhaften Kampagnen, Soziale Bewegungen und deren Strategien: Von der Unabhängigkeitsbewegung in Indien über die Bürgerrechtsbewegung in den USA, Anti-Atom-, Anti-Gentechnik, globalisierungskritische Bewegungund andere.

Damit gelangen wir an Handwerkszeug für die Entwicklung und Planung strategischen Handelns für unsere jeweiligen eigenen Themen und Bereiche, in den wir aktiv sind.

Aktionsfilmchen und Mobiclips: Bewegte Bilder

Referent: Jannik (Filmer)

Bitte bringt Euren (halbwegs flotten) Laptop mit! Bei Apple taugt iMovie als Programm, für Windows gibt's Software vom Referenten.

Videos sind die neuen (bewegten) Bilder - sie sagen mehr als 1000 Worte bzw. Zeichen auf Papier. Mit einem schönen Filmchen lässt es sich besser mobilisieren oder die Aktion im Nachhinein noch gut verbreiten, egal ob viral oder ganz traditionell per Beamer und Leinwand bei der nächsten Saalveranstaltung.

Mobiclips und Aktionsvideos gehören tatsächlich zunehmend zum Standard der Bewegung, 90 Sekunden für Youtube und Facebook sollten grade für größere und aufwendige Aktionen drin sein, zumindest ab und zu.

Wie ihr das hinbekommt, mit Skriptplanung, Dreh, Materialauswahl und Schnitt - ohne an der Technik zu verzweifeln - das erfahrt Ihr von unserem erfahrenen (Aktions)Filmer.

 

 

Politisches Straßentheater

Referent: Emilio Weinberg (Attac Köln, Klimaaktivist, politischer Therapeut)

Politisches Straßentheater ist Politk und Theater. Aufmerksamkeit garantiert. In diesem Workshop wird auf eine Beteiligung am Samstag bei der Aktion hingearbeitet.

Nach einigen spassigen Warming-Up Übungen machen wir ein Rollen-Training: u.a. Rollentausch und Doppeln. Dabei wird auch viel gelacht werden. Gemeinsam wählen wir dann einen politischen Konflikt bzw. ein aktuelles Thema aus.

Mit den Methoden des Forumtheaters oder dem Unsichtbaren Theater nach A. Boal üben wir eine Szene ein, die Ihr am Aktionstag auch aufführen sollt; sofern Lust besteht.

* Im Forumtheater werfen wir Fragen durch „Modellszenen“ auf. Die Zuschauenden können sich in die dargestellten Szenen einwechseln und die Schauspielenden, die z.B. Diskriminierte oder Benachteiligte spielen, ersetzen. Hier geht es um die Antworten auf Fragen: Was würde ich in der dargestellten gespielten Situation tun? Wie können wir durch unsere Ideen und unser Handeln die Szenen verändern?

* Das unsichtbare Theater: Es werden Theaterszenen in der Öffentlichkeit gespielt, ohne dass das Publikum weiß, dass es sich hier um ein inszeniertes Ereignis handelt. Auch hier können / sollen sich die Zuschauenden einmischen.

Freitag 14:30 Uhr - 16:00 Uhr

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Schnupperklettern / Freies Klettern: An Bäumen & Pfälen

Referent_innen: Thomas, Erik - Aktive aus der Aktionskletterszene

Vorsicht: Keine wirklich feste Zeitstruktur

Banner an unzugänglichen Stellen anbringen, Bäume besetzen, um sie vor der Abholzung zu bewahren oder Transportwege z.B. von Atomtransporten blockieren - Klettern ist für effektive politische Aktionen nutzbar.

Beim Schnupperklettern könnt ihr gesichert an einem Seil in einen Baum klettern, über eine Seilbrücke in einen anderen Baum wechseln und euch von diesem abseilen. Alles geschieht mit Hilfe von Klettergurten, Seilen, Karabinern und Schlingen und unter Anleitung und Aufsicht von Aktionskletter*innen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Ziel des Schnupperkletterns ist nicht der Erwerb von Kletterkompetenz, sondern Spaß zu haben und einschätzen zu können, ob mensch anschließend zu einem 5-tägigen Aktionskletterkurs für Anfänger eingeladen werden möchte. Es liegt eine Liste aus, in die Interessent-*innen ihre e-Mail-Adresse eintragen können.

Zum Schnupperklettern müsst ihr nicht pünktlich erscheinen. Kommt einfach irgendwann während der Workshopphase dazu, im Idealfall, wenn gerade wenig Andrang ist.

AktionskletterInnen mit abgeschlossener Ausbildung können gerne frei herumklettern, üben und sich austauschen, sofern sie die Schnuppernden nicht stören.

Demoanimation und Slogans

Referent: Boris Loheide (Attac)

Eine Latschdemo oder unmotiviertes Rumstehen mit Schildern vor Parlamentsgebäuden oder in Menschenketten ohne jegliche Aktivität ist ermüdend und langweilig - nicht nur für uns, sondern auch für Passant_innen. So wird Bewegung zur Pflichtveranstaltung und die Umstehenden überlegen, ob der müde Haufen tatsächlich eine bessere Welt schaffen kann.

Dagegen kann mensch was tun und eine/r muss den Anfang machen. Meist ist das der Mensch mit dem Megaphon oder Mikro. Aber Vorsicht: Das ist nicht jedermenschs Job. Bei diesem Workshop bekommt Ihr einen Grundstock an Ideen und könnt schauen, ob Ihr Spaß daran habt, den/die Lautsprecher_in zu spielen.

Basics 3: Mobilisierung von A-Z

Referent: Kay Schulze (Attac-Kampagnenunterstützer)

Stell Dir vor, es ist Demo und alle gehn hin: Grundlagen guter Mobilisierung

Tolle Veranstaltung oder kreativen Protest geplant - aber irgendwie taucht niemand auf? Dieser Grundlagen-Workshop vermittelt die vielen kleinen Kniffe, mit denen Eure Aufrufe einfach besser ankommen.

Angefangen von den Medien (Mobimails, Flyer, Plakate, Web 2.0) über die Ansprache der Presse bis hin zur Checkliste, die Euch bei Eurer Orga zum nötigen Timing verhilft. Dann klappts das nächste Mal auch mit den Gewerkschaften...

Wie haltet Ihr's mit der Gewalt(freiheit)?

Referent: Holger-Isabelle Jänicke (Rechtshilfebüro)

Unsere Haltung zur Gewaltfreiheit ist so unveränderlich wie das Wetter und wird bestimmt von Gewißheiten, Hoffnungen, Enttäuschungen und Zweifeln. Manchmal kann es gut sein, sich darüber auszutauschen, zu bestätigen oder zu widersprechen, neue Ideen und Ansätze zu hören oder sich alte Theorien und Diskussionen zu vergegenwärtigen. Welchen Ausgang und welches Ende das Gespräch nimmt, liegt an JedeR Einzelnen.

 

 

Aufstehen gegen Rassismus: Ausbildung zum/r Stammtischkämpfer_in

Referentin: Jana (Aufstehen gegen Rassismus)

Das Training umfasst alle vier Nachmittagsblöcke am Donnerstag und Freitag.

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskollegen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht.

Hier wollen wir ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! Dabei ist klar: Der Stammtisch ist überall. Aber: Wir sind auch überall und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen die Stimmung beeinflussen und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben. Dazu wollen wir in Trainings uns mit Strategien beschäftigen, die uns ermöglichen, den Parolen der AfD und ihrer Anhänger Paroli zu bieten,

Freitag 16:30 Uhr - 18:00 Uhr

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Jura-Sprechstunde

Referent: Holger Isabelle Jänicke (Rechtshilfebüro)

Ihr habt eine konkrete Frage rund um Euer Recht bei einer geplanten Protestaktion, Demonstration, zivilem Ungehorsam oder einer satirisch-ungehorsamen Intervention? Ihr wollt wissen, was Euch juristisch erwartet, wenn Ihr fremde Logos verwendet, auf Bäume klettert, an Sitzblockaden teilnehmt oder eine fremde Versammllungen stört? Und es interessiert Euch, was der Polizei vor Ort erlaubt ist - und was nicht. Holger Isabelle vom Rechtshilfebüro gibt Euch kompetente Antworten auf Eure drängenden Fragen.

Basics 4: Mehr Jugend in die Bewegung

Referent_in: Nico Wehnemann (Attac)

Nicht alles ist jung und hip. Grade in der "Provinz" haben alteingesessene Strukturen Probleme mit einer Überalterung und fehlendem Anschluss an die junge Bewegung - das kennen nicht nur Parteien, sondern auch Friedensinitiativen, Attac-Gruppen etc.

Das ist blöd für die GANZE Bewegung, denn wo einmal eine Gruppe wegbricht oder -bröckelt, fehlt es schnell an KnowHow, kompetenten Diskussionsteilnehmer_innen und Bündnismöglichkeiten. Also: Was können wir tun, um Gruppen attraktiv auch für jüngere Menschen zu machen?

Samba Refresher: Renitente Rhythmen für Wiedereinsteiger_innen

Die Auffrischung für Sambatistas, die bei der Samstagsaktion mittrommeln wollen - aber beim Vormittagskurs nicht dabei waren.

Schnupperklettern / Freies Klettern: An Bäumen & Pfälen

Referent_innen: Thomas, Erik - Aktive aus der Aktionskletterszene

Vorsicht: Keine wirklich feste Zeitstruktur

Banner an unzugänglichen Stellen anbringen, Bäume besetzen, um sie vor der Abholzung zu bewahren oder Transportwege z.B. von Atomtransporten blockieren - Klettern ist für effektive politische Aktionen nutzbar.

Beim Schnupperklettern könnt ihr gesichert an einem Seil in einen Baum klettern, über eine Seilbrücke in einen anderen Baum wechseln und euch von diesem abseilen. Alles geschieht mit Hilfe von Klettergurten, Seilen, Karabinern und Schlingen und unter Anleitung und Aufsicht von Aktionskletter*innen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Ziel des Schnupperkletterns ist nicht der Erwerb von Kletterkompetenz, sondern Spaß zu haben und einschätzen zu können, ob mensch anschließend zu einem 5-tägigen Aktionskletterkurs für Anfänger eingeladen werden möchte. Es liegt eine Liste aus, in die Interessent-*innen ihre e-Mail-Adresse eintragen können.

Zum Schnupperklettern müsst ihr nicht pünktlich erscheinen. Kommt einfach irgendwann während der Workshopphase dazu, im Idealfall, wenn gerade wenig Andrang ist.

AktionskletterInnen mit abgeschlossener Ausbildung können gerne frei herumklettern, üben und sich austauschen, sofern sie die Schnuppernden nicht stören.

Aufstehen gegen Rassismus: Ausbildung zum/r Stammtischkämpfer_in

Referentin: Jana (Aufstehen gegen Rassismus)

Das Training umfasst alle vier Nachmittagsblöcke am Donnerstag und Freitag.

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskollegen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht.

Hier wollen wir ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! Dabei ist klar: Der Stammtisch ist überall. Aber: Wir sind auch überall und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen die Stimmung beeinflussen und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben. Dazu wollen wir in Trainings uns mit Strategien beschäftigen, die uns ermöglichen, den Parolen der AfD und ihrer Anhänger Paroli zu bieten,

Steuertrickser markieren

Referent_innen: Tim (Attac-AG "Steuern & Finanzmärkte", Katy (Attac-AG Aktion)

Attac Frankreich macht es grade vor: Ob Bankfilialen oder Niederlassungen globaler Konzerne, Steuertrickser und –hinterzieher sind vor allem in Paris derzeit nicht davor sicher, ungebetenen Besuch zu bekommen. Und der ist ausgerüstet mit Farbe, Rolle und Transparent.

In einem Akt des zivilen Ungehorsams ist so schon manche Schaufensterscheibe eingeweißelt worden.

Was das soll, wie das funktioniert, was es zu beachten gilt und inwiefern mensch da z.B. im Rahmen der G20-Proteste nachmachen könnte, das erfahrt Ihr in diesem Workshop.

Wir freuen uns auch auf EURE Ideen.

 

 

Freitag 18:00 Uhr - 19:00 Uhr

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Plenum

Samstag 9:30 Uhr - 13:00 Uhr

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Demotech: Demounits bauen

Referentin: Kiki (Attac Aachen)

Wer sie kennenlernt, ist eigentlich immer begeistert: Leicht, stabil, schnell zusammengelegt und einfach zu transportieren - geeignet als Aufsteller, Bannerhalter oder für das getragen-werden auf Demos: Demounits von Demotech.

Als Low-tech Design zeichnen sie sich dadurch aus, dass sie mit einfachsten Materialien und simplen Techniken erstellt werden: Bambusstangen, Drähten/Schnüren und gewinkelten Metalstäben, die man einfach zusammenstecken kann. Bei diesem Workshop lernen wir eine Demo-Unit zu produzieren. Jede Gruppe vor Ort sollte eigentlich mindestens eine haben. :-)

Adbusting: Werbung jagen und verändern

Referent: Johannes, Aktionstrainer und begeisteter Adbuster

Die Welt ist voll von nerviger Werbung und fiesen Botschaften noch fieserer Konzerne. Eine weltweite Bewegung versucht diesem Overkill entgegenzuwirken und die kommerziellen Botschaften sinnvoll
"umzugestalten". Wie kannst du durch kleine aber feine - oder auch große - Veränderungen, Werbung eine neue Bedeutung verleihen oder sie sogar komplett umkehren?

Im Praxisteil machst Du es! Ebenso warten Grundlagen der Kommunikationsguerilla auf Dich und Du erfährst etwas über Deine eigene Bereitschaft, mit Guerillabotschaften in die Öffentlichkeit zu gehen.

Sambatrommeln: Renitente Rhythmen

Referent_innen: Susanne, Ska & Schorse (Rhythyms of Resistance, SambAttac)

Ob um „Latsch-Demos“ aufzupeppen, kreative Aktionen zu unterstützen oder direkte Aktionen und Blockaden zu gestalten, ob um Spaß am Widerstand zu haben oder ob bewusst Rigidem und Repressivem mit Hüftschwung und Power etwas entgegenzusetzen: Samba-Trommeln ist vielseitig einsetzbar! An den Vormittagen lernt ihr die Grundzüge kennen und werdet am Ende selbstständig zwei bis drei Rhythmen spielen. Ein guter Einstieg, um sich auf z. B. auf Protestcamps zu spontanen Samba-Gruppen zusammen zu finden oder sogar vor Ort eine eigene Gruppe zu gründen.

Rebel Clowning: Entdecke den Polit-Clown in Dir

Refernt_innen: Magdoi und Stephan (CIRCA)

Bringt Euch bitte bunte und clowneske Klamotten mit.

Hast du Lust Autoritäten zu veralbern? Magst du extrem lächerliche Abenteuer? Juhu zum Lachen und zur Rebellion!
Schnupperkurs für alle, die Clownerie als Mittel der gewaltfreien direkten Aktion kennen lernen wollen. Inhalte sind viele Spiele (viele) und Übungen rund um Raumwahrnehmung, Gruppendynamik, Fantasie-frei-schaufeln, Improvisation, Selbstironie, die Einladung Eures/er inneren Clown_ins und eben clownesquer Umgang mit Autoritäten.
Außerdem lernen wir die Rebel-Clowns-Army kennen und beschäftigen uns mit vorurteilsfreiem und anti-diskriminierendem Clowning.

Von der Aktion zur Strategie & zurück..

Referent: Marc Amann (Skills for Action, CAMPUS für weltverändernde Praxis !!FB-Link)

Meist reichen einzelne Aktionen nicht aus, um politische Veränderung zu erreichen. Daher sind Strategien, die klären, wie, wo, wann und von wem welche Aktionen eingesetzt werden, so wichtig.

Der Workshop beginnt mit der Frage, welche Idee von sozialem Wandel wir eigentlich jeweils im Kopf haben und welches (Selbst-)Verständnis uns in unserem Aktivismus leitet.

Davon ausgehend lassen wir uns anregen von theoretischen Modellen und beispielhaften Kampagnen, Soziale Bewegungen und deren Strategien: Von der Unabhängigkeitsbewegung in Indien über die Bürgerrechtsbewegung in den USA, Anti-Atom-, Anti-Gentechnik, globalisierungskritische Bewegungund andere.

Damit gelangen wir an Handwerkszeug für die Entwicklung und Planung strategischen Handelns für unsere jeweiligen eigenen Themen und Bereiche, in den wir aktiv sind.

Aktionsfilmchen und Mobiclips: Bewegte Bilder

Referent: Jannik (Filmer)

Bitte bringt Euren (halbwegs flotten) Laptop mit! Bei Apple taugt iMovie als Programm, für Windows gibt's Software vom Referenten.

Videos sind die neuen (bewegten) Bilder - sie sagen mehr als 1000 Worte bzw. Zeichen auf Papier. Mit einem schönen Filmchen lässt es sich besser mobilisieren oder die Aktion im Nachhinein noch gut verbreiten, egal ob viral oder ganz traditionell per Beamer und Leinwand bei der nächsten Saalveranstaltung.

Mobiclips und Aktionsvideos gehören tatsächlich zunehmend zum Standard der Bewegung, 90 Sekunden für Youtube und Facebook sollten grade für größere und aufwendige Aktionen drin sein, zumindest ab und zu.

Wie ihr das hinbekommt, mit Skriptplanung, Dreh, Materialauswahl und Schnitt - ohne an der Technik zu verzweifeln - das erfahrt Ihr von unserem erfahrenen (Aktions)Filmer.

 

 

Politisches Straßentheater

Referent: Emilio Weinberg (Attac Köln, Klimaaktivist, politischer Therapeut)

Politisches Straßentheater ist Politk und Theater. Aufmerksamkeit garantiert. In diesem Workshop wird auf eine Beteiligung am Samstag bei der Aktion hingearbeitet.

Nach einigen spassigen Warming-Up Übungen machen wir ein Rollen-Training: u.a. Rollentausch und Doppeln. Dabei wird auch viel gelacht werden. Gemeinsam wählen wir dann einen politischen Konflikt bzw. ein aktuelles Thema aus.

Mit den Methoden des Forumtheaters oder dem Unsichtbaren Theater nach A. Boal üben wir eine Szene ein, die Ihr am Aktionstag auch aufführen sollt; sofern Lust besteht.

* Im Forumtheater werfen wir Fragen durch „Modellszenen“ auf. Die Zuschauenden können sich in die dargestellten Szenen einwechseln und die Schauspielenden, die z.B. Diskriminierte oder Benachteiligte spielen, ersetzen. Hier geht es um die Antworten auf Fragen: Was würde ich in der dargestellten gespielten Situation tun? Wie können wir durch unsere Ideen und unser Handeln die Szenen verändern?

* Das unsichtbare Theater: Es werden Theaterszenen in der Öffentlichkeit gespielt, ohne dass das Publikum weiß, dass es sich hier um ein inszeniertes Ereignis handelt. Auch hier können / sollen sich die Zuschauenden einmischen.

Samstag 13:00 Uhr - 16:00 Uhr

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Gemeinsame Aktion - Gelerntes ausprobieren

Unsere Aktion am Samstagmittag (bis Nachmittag) dient dazu, Gelerntes in der Praxis auszuprobieren und kreativen Protest unter Realbedingungen zu testen. Die Clowns können ihren rebellischen inneren Clown der Öffentlichkeit präsentieren, die Theaterleute die Straße zur Politbühne machen...

Dafür werden wir pünktlich gegen Mittag in belebtere Regionen der Stadt aufbrechen. Was wir genau machen, wird sich auf der Aktionsakademie ergeben. Ideen gibt es natürlich schön.

Samstag 16:30 Uhr - 18:00 Uhr

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Markt der Möglichkeiten - Eure Projekte, Initiativen, Aktion, Gruppen

Ihr habt ein starkes Projekt, wollt eine Inititative vorstellen oder such Mitstreiter_innen für eine tolle Aktionsidee? Dann zeigt es den Teilis der Aktionsakademie beim Markt der Möglichkeiten - im Rahmen eines kleinen Infostandes, eines Filmchens oder einer Fotoshow.

Meldet Euren Beitrag kurz an: aktionen@attac.de - Betreff: "Markt der Möglichkeiten Aktionsakademie".

Samstag 18:00 Uhr - 19:00 Uhr

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Plenum: Wie lief der Aktionstag?

Sonntag 10:30

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Abschlussplenum